Sebastian Kienle überragt in Tennessee

Überragende Vorstellung von Sebastian Kienle zum Abschluss seiner "US-Tour": Bei der Generalprobe für die Ironman-70.3-WM 2017 in Chattanooga ließ der Knittlinger der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance.

Von > | 22. Mai 2016 | Aus: Szene

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Ironman European Championships 2015 - Radfahren

Foto > Michael Rauschendorfer

Den ersten Wirkungstreffer erzielte Kienle bereits in der Auftaktdisziplin: Anders als meist in den vergangenen Jahren, in denen er beim Schwimmen häufig Zeit auf die Spitze verlor, stieg der 31-Jährige in der knapp zehnköpfigen Spitzengruppe um Ivan Tutukin und Christian Kramer aus dem Wasser. Eine ungewohnt Ausgangsposition für Kienle - die er auf dem anspruchsvollen Radkurs auch bald nutzte.

Kienles Husarenritt

Schon nach 50 Kilometern hatte sich Kienle von den meisten seiner Verfolger deutlich gelöst: Zweieinhalb Minuten hatte er sich auf Kyle Buckingham (RSA) erarbeitet, mit über drei Minuten Rückstand folgte eine Vierergruppe um Leon Griffin (AUS) und Christian Kramer. Lediglich Sam Appleton (AUS) hielt mit Kienle mit und sich bis zum zweiten Wechsel in Schlagdistanz zum Deutschen - obwohl der auf der zweiten Hälfte der Radstrecke erst richtig aufdrehte: Kienle und Appleton brummten ihren schnellsten Verfolgern auf den 90 Radkilometern deutlich über sieben Minuten Rückstand auf, und so musste sich der Deutsche im Kampf um den Sieg nun lediglich noch um Sam Appleton sorgen.

Doch auch das nicht lange. Denn der Australier hatte diesen Paraderitt nicht so gut weggesteckt wie der Deutsche und musste auf der Laufstrecke deutlich zurückstecken - und so war Kienle der Sieg schon nach wenigen Kilometern auf dem abschließenden Halbmarathon sicher. Sam Appleton verteidigte den zweiten Platz souverän vor dem Russen Ivan Tutukin. Christian Kramer beendete das Rennen als Siebter.

Ironman 70.3 Chattanooga | Männer

  1. Mai 2016, Chattanooga (USA)

Name Nation Gesamt 1,9 km Swim 90 km Bike 21 km Run

1

Sebastian Kienle

GER

3:46:48

23:08

2:03:30

1:16:15

2

Sam Appleton

AUS

3:48:46

23:00

2:03:57

1:18:12

3

Ivan Tutukin

RUS

3:53:05

22:53

2:12:35

1:13:40

4

Justin Park

USA

3:57:34

24:33

2:12:14

1:16:23

5

Matt Russell

USA

3:57:51

25:42

2:08:44

1:19:08

7

Christian Kramer

GER

3:59:25

23:06

2:12:12

1:19:29

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Jackson in einer eigenen Liga

Die Siegerin auf Frauenseite stand Sebastian Kienle in Sachen Dominanz nicht nach: Heather Jackson (USA) hatte schon nach dem Radfahren über fünf Minuten Vorsprung auf ihre schnellste Verfolgerin, Magali Tisseyre (CAN). Mit sogar sieben und neun Minuten Rückstand folgten Lauren Barnett (USA) und Mirinda Carfrae (AUS). Der Sieg war damit bereits vergeben - noch nicht aber die übrigen Podestplatzierungen. Denn Carfrae startete zwar mit einem vierminütigen Rückstand auf die zweitplatzierte Kanadierin Tisseyre in den abschließenden Halbmarathon. Nach mehreren durchwachsenen Rennen in der Frühphase dieser Saison scheint die Australierin in ihrer Paradedisziplin aber allmählich wieder in Tritt zu kommen: Nach 19 Kilometern hatte sich Carfrae bereits bis auf 40 Sekunden an Tisseyre herangearbeitet und versuchte noch einmal alles, um die Kanadierin doch noch abzufangen. Doch es reichte nicht. Tisseyre verteidigte ihren zweiten Rang vor Carfrae, die sich mit dem letzten verbliebenen Podestplatz trösten konnte.

Ironman 70.3 Chattanooga | Frauen

  1. Mai 2016, Chattanooga (USA)

Name Nation Gesamt 1,9 km Swim 90 km Bike 21 km Run

1

Heather Jackson

USA

4:11:56

26:14

2:17:38

1:24:03

2

Magali Tisseyre

CAN

4:18:33

25:15

2:23:24

1:25:19

3

Mirinda Carfrae

AUS

4:19:32

25:48

2:27:02

1:22:32

4

Jeanni Seymour

RSA

4:21:12

25:37

2:27:02

1:24:14

5

Lauren Barnett

USA

4:21:22

26:37

2:23:44

1:26:39

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