Vanhoenacker siegt in Kanada, Buckingham in Lake Placid

Es war der große Tag des Marino Vanhoenacker - mit dem Sieg beim Ironman Canada am vergangenen Wochenende demonstrierte er nicht nur erneut seine Topform, sondern sicherte sich auch das Ticket nach Hawaii. In Lake Placid (USA) machte es starker Wind den Athleten schwer. Kyle Buckingham und Amber Ferreira schien er jedoch eher Flügel verliehen zu haben.

Von > | 28. Juli 2014 | Aus: Szene

Marino Vanhoenaker beim Ironman Canada

Marino Vanhoenacker hat es geschafft: Ironman Canada gewonnen, Hawaiiticket gesichert.

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Marino Vanhoenacker kann den Flug nach Kona buchen. Mit seinem Sieg beim Ironman Canada sicherte sich der Belgier genügend Punkte, um einen Startplatz bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii sicher zu haben. Es war ein Rennen, das Vanhoenacker klar dominierte: Als Erster aus dem Wasser, überließ er dem Briten Paul Ambrose zwar auf den ersten 40 Radkilometern die Führung, setzte sich dann aber scheinbar mühelos vor ihn und bald darauf ab. In der zweiten Wechselzone klaffte bereits ein Loch von 9:33 Minuten zwischen ihm und Ambrose, der im Laufen für seine Radleistung bezahlte und auf Platz drei hinter Jeff Symonds (CAN) rutschte. Vanhoenacker brachte mit 8:16:09 Stunden seinen knapp zehnminütigen Vorsprung bis ins Ziel. „Ich freue mich sehr über diesen Sieg und diejenigen, die an mich geglaubt haben, dürften auch glücklich sein“, verkündete er später via Facebook.

Bei den Frauen ging es knapper zu. Nach einem sehr engen Radfahren, gelang es der Amerikanerin Bree Wee erst in der zweiten Hälfte des Marathons, sich an die Spitze des Feldes zu setzen. Mit der besten Marathonzeit der Frauen (3:17:41 Std.) und einer Gesamtzeit von 9:46:35 Stunden, sprintete sie mit fünf Minuten Vorsprung vor der Kanadierin Karen Thibodeau durch den Zielbogen

Buckinham und Ferreira Erste in Lake Placid

Kyle Buckingham beim Ironman Lake Placid 2014

Durchatmen und freuen: Kyle Buckingham trotzt dem Wetter und gewinnt in Lake Placid.

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Starker Wind und ein schwieriger Rennkurs schienen Kyle Buckingham nicht zu stören. Im Gegenteil: der Südafrikaner arbeitete sich beim Ironman im amerikanischen Wintersportort Lake Placid von Position vier auf dem Rad immer weiter nach vorn und lief im abschließenden Marathon zu Höchstform auf. Eine Laufzeit von 2:57:49 Stunden machte es den Mitbewerbern des ehemaligen Ironman- und Ironman-70.3-Agegroup-Weltmeisters unmöglich, den Anschluss zu halten. Das Ergebnis: 8:38:43 Stunden und ein komfortabler Vorsprung von 13 Minuten auf Balazs Csoke aus Ungarn.

Den ersten Ironman-Titel ihrer Karriere holte sich die Amerikanerin Amber Ferreira in Lake Placid. Die Dritte des Ironman Texas übernahm auf dem Bike die Führung und sicherte sich den Sieg mit einer persönlichen Bestleistung beim Laufen (3:08:35 Std.) sowie einer Gesamtzeit von 9:31:28 Stunden vor Landsfrau Kim Schwabenbauer.