Gelingt Rasmus Henning am Samstag sein zweiter Sieg bei der Challenge Fuerteventura?

Frank Wechsel / spomedis

Abu Dhabi 2012 - Laufen
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Challenge Fuerteventura Vanhoenacker will Hennings Titel

Langstrecke | 11. April 2012
Mit nur einer Minute Vorsprung gewann Rasmus Henning im vergangenen Jahr die Premiere der Challenge Fuerteventura. Auch am Samstag sollte sich der Däne auf ein hart umkämpftes Rennen einstellen, denn in Marino Vanhoenacker aus Belgien trifft er auf einen ebenbürtigen Konkurrenten, der 2012 schon zweimal jubeln durfte.
Ein Duell auf Augenhöhe erwartet die Zuschauer bei der zweiten Auflage der Challenge Fuerteventura über die Mitteldistanz. Zumindest stehen sich mit Rasmus Henning und Marino Vanhoenacker zwei beinahe gleichstarke Profis gegenüber, die in der laufenden Saison bereits wichtige Erfolge gefeiert haben. Über den wichtigeren Sieg freute sich der 36-jährige Däne. Anfang März gewann Henning den hochkarätig besetzten Abu Dhabi International Triathlon und beendete damit auch seine fast einjährige sieglose Zeit. Der Erfolg im Wüstenemirat – wenn auch nur als Formtest geplant - dürfte dem Roth-Sieger von 2010 jedenfalls eine große Portion Motivation und Aufwind verschafft haben – beides wird er im Süden Fuerteventuras in starke Leistungen umsetzen müssen, will er seinen Titel verteidigen.

Keine Angst vor großen Namen

Denn auch der Belgier Marino Vanhoenacker ließ seinem Ausstieg beim Ironman Hawaii Taten beziehungsweise Siege folgen. Schon Ende Januar gewann der 35-Jährige den Ironman 70.3 Südafrika und entschied acht Wochen später auch den zur Mitteldistanz verkürzten Ironman Neuseeland für sich. Einen kleinen Dämpfer erhielt er vor zwei Wochen beim Ironman 70.3 Texas, den er noch hinter Lance Armstrong als Achter beendete. Dennoch dürften sowohl Henning als auch Vanhoenacker das Rennen auf der ältesten Kanareninsel selbstbewusst angehen und den Sieger unter sich ausmachen. Vorausgesetzt, keinem ihrer Konkurrenten gelingt auf den anspruchsvollen 90 Radkilometern mit mehr als 1.200 Höhenmetern die Flucht.
Genau diese Strategie könnte jedoch Per Bittner verfolgen. Dass sich der 27-Jährige nicht vor großen Namen fürchtet, bewies er im vergangenen September in Köln. Über die Mitteldistanz lieferte sich der Leipziger über das gesamte Rennen einen spannenden Zweikampf mit Andreas Raelert und ließ sich erst auf den letzten Laufkilometern abschütteln. Sollten ihn die beiden Topfavoriten aus den Augen lassen, könnte Bittner am Samstag für eine Überraschung sorgen. Hoffungen auf eine Podiumsplatzierung machen sich zudem der Vorjahresdritte Stephen Bayliss (GBR) und der italienische Ex-Radprofi Massimo Cigana.

Bayliss-Comeback nach Babypause

Bei den Frauen ist Erika Csomor Topfavoritin auf den Sieg. Dass der Ungarin schwere Strecken liegen, beweisen ihre insgesamt sieben Siege beim Powerman Zofingen. In Abwesenheit von Premierensiegerin Eva Ledesma (ESP) trifft die Vorjahreszweite und mehrfache Welt- und Europameisterin im Duathlon in Playitas auch auf eine alte Bekannte: Edith Niederfriniger aus Italien. Die Südtirolerin und zweifache Ironman-Siegerin hatte im Vorjahr Rang drei belegt und dürfte mit einer ähnlichen Leistung am Wochenende erneut weit vorn landen. Ähnliche Ambitionen hat auch die Schottin Bella Bayliss. Auch wenn die 34-Jährige, die auf der Kanareninsel nach einjähriger Babypause ihren ersten Wettkampf bestreitet, noch nicht ganz an ihre frühere Form herankommen sollte. Mit Aussichten auf eine vordere Platzierung gehen außerdem die Niederländerin Heleen bij de Vaate und Daniela Sämmler aus Darmstadt am Start.

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