Athleten im Nebel: Sekunden vor dem Start der Challenge Henley-on-Thames.

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Challenge Henley-on-Thames
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Challenge Henley-on-Thames Wenn die Themse kocht

Langstrecke | 13. September 2012
Man nehme 3,8 Kilometer Schwimmen in der Themse, 180 Radkilometer mit fast 2.000 Höhenmetern und einen Marathon durch die malerischen Gassen einer britischen Provinzstadt. Und fertig ist die Challenge Henley-on-Thames. Für die zweite Auflage des Rennens in der südenglischen Ruder-Hochburg haben zwar nur wenige, dafür aber durchaus interessante Profis gemeldet.
Die Startliste der Profis ist überschaubar, verspricht aber dennoch ein spannendes Rennen. Die Briten um Stephen Bayliss und Scott Neyedli, die drei Deutschen Jens Kaiser, Marc Pschebizin und Joseph Spindler, sowie Romain Guillaume aus Frankreich bewegen sich nahezu auf Augenhöhe. Bayliss zum Beispiel holte sich bei der Challenge Vichy, die aufgrund extremer Hitze nur als Mitteldistanz ausgetragen wurde, den Sieg. Scott Neyedli – früherer Teamkollege von Normann Stadler im Dresdner Kleinwort Team – wurde 2011 Jahr beim Ironman Australia Vierter. Gleiches glückte Jungprofi Jens Kaiser in diesem Jahr beim Ironman Regensburg. Eine Woche später gewann er den Green Hell olympic Triathlon am Nürburgring. Der Mann für die ganz langen Kanten ist Marc Pschebizin. Der feiert vor wenigen Wochen seinen zehnten Sieg beim legendären Inferno-Triathlon in der Schweiz, dürfte sich mittlerweile aber von den Strapazen erholt haben. Mit Außenseiterchancen geht Joseph Spindler ins Rennen. Der starke Läufer, aber eher schwache Schwimmer, wird bereits auf dem Rad viel investieren müssen, um den Anschluss an die Spitze des Feldes nicht zu verpassen. Bleibt Romain Guillaume: Der Franzose kann mit den Siegen beim TriStar111 Cannes, dem Ironman-Double über die halbe und volle Distanz in Mont Tremblant (Kanada) und seinem dritten Platz beim Ironman Lake Placid die eindrucksvollste Bilanz der Favoriten einbringen.

Willkommen auf dem Podium

Sollten die Frauen mit dem Gedanken an das Preisgeld ins Rennen gehen, können sie sich entspannen. Denn ein Blick auf die Startliste verrät: Es geht lediglich darum, wer wie viel mit nach Hause nehmen darf, denn es sind nur drei Profifrauen gemeldet. Die Vorjahressiegerin Yvette Grice und Bella Bayliss werden versuchen, den Titel in der Heimat zu behalten. Doch die Neuseeländerin Gina Crawford wird alles tun, um genau das zu verhindern und ihrerseits die Siegprämie von 8.000 Euro abzuräumen.

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