Wild schlägt Clavel, Guillaume siegt auf Guadeloupe

Maurice Clavel hat beim TriYas Triathlon in Abu Dhabi seinen ersten Saisonsieg knapp verpasst. Bei der Generalprobe für die Challenge Dubai unterlag der Shootingstar der Saison 2014 dem Schweizer Ruedi Wild. Den Vorbereitungswettkampf auf der Karibikinsel Guadeloupe gewann der Franzose Romain Guillaume.

Von > | 23. Februar 2015 | Aus: SZENE

Maurice Clavel | Maurice Clavel

Maurice Clavel

Foto >Nis Sienknecht / spomedis

Gemeinsam mit seinem Kumpel und Trainingspartner Filip Ospaly stieg Maurice Clavel in Abu Dhabi nach 1,5 Schwimmkilometern aus dem Wasser. Die Schweizer Ruedi Wild und Manuel Küng folgten mit einigen Sekunden Rückstand. Bei heißen 37 Grad jagte das kleine Elitefeld danach mit dem Rad über den Yas Marina Circuit. Dabei waren es weniger die Konkurrenten als ein teils heftiger Sandsturm, der Clavel & Co. das Leben auf den 38,5 Radkilometern schwer machte. Während Ospaly zurückfiel, schlossen Küng und Wild zu Clavel auf, sodass das Trio nach etwas mehr als 90 Rennminuten beinahe synchron in die Laufschuhe schlüpfte. Im zehn Kilometer langen Ausscheidungsrennen verabschiedete sich dann zunnächst Küng nach hinten. Später konnte auch Clavel das Tempo von Ruedi Wild nicht mehr mitgehen. Nach 1:50:29 Stunden holte sich der 32-jährige Eidgenosse den Sieg bei der fünften Auflage des TriYAS auf und rund um die Formel-1-Strecke von Abu Dhabi. "Es ist ein besonderes Gefühl, die Saison mit einem Sieg zu beginnen", so der Schweizer. Es sei eine tolle Chance gewesen, einmal auf diesem Formel-1-Kurs zu laufen und er sei stolz, diese Chance bekommen zu haben. Clavel fehlten am Ende 30 Sekunden zum ersten Saisonsieg, Küng wurde 15 Sekunden hinter dem Deutschen Dritter.

Maurice Clavel | Maurice Clavel startet trotz Erkältung stark in die Saison 2015

Maurice Clavel startet trotz Erkältung stark in die Saison 2015

Foto >Nis Sienknecht / spomedis

Guillaume bereit für Kienle und Frodeno

Mit ähnlich heißen Temperaturen wie in Abu Dhabi mussten sich auch die Athleten beim Gwadloup Tri auf der Karibikinsel Guadeloupe auseinandersetzen. Anstelle des Sandsturms türmten sich vor Romain Guillaume und seinen Konkurrenten die meterhohen Wellen des Atlantiks. So verlor einer der aktuell besten französischen Langdistanzprofis im Wasser schon etwas mehr als zwei Minuten auf Landsmann und Topschwimmer Stéphane Poulat, der die 1,9 Kilometer in knapp 26 Minuten meisterte. Doch schon nach 20 Radkilometern hatte Guillaume die Lücke nach vorn geschlossen. Bis zum zweiten Wechsel legte er noch beruhigende acht Minuten zwischen sich und Poulat. Trotz zweiwöchiger Krankheit im Vorfeld lief Guillaume das Rennen mit dem schnellsten Halbmarathon des Tages (1:23:32 Std.) sicher nach Hause. Im Ziel lag er fast elf Minuten vor Poulat und knapp 15 vor Francky Favre, ebenfalls aus Frankreich. Weniger Wetterkapriolen, dafür deutlich stärkere Konkurrenz erwartet Guillaume bei seinem nächsten Saisonrennen. In Cannes hat er am 19. April zwar Heimvorteil, wird aber auch neben Ironmanweltmeister Sebastian Kienle und dem Dritten von Kona, Jan Frodeno, an der Startlinie stehen.