Ironman WTC-Chef nimmt "Access" zurück

Langstrecke | 28. Oktober 2010
Nach massiven Protesten Tausender Fans aus aller Welt hat der Präsident der World Triathlon Corporation (WTC), Ben Fertic, das umstrittene "Ironman-Access"-Programm am späten Donnerstagabend überraschend zurückgenommen.
Mit einer Video-Botschaft auf der offiziellen Website der WTC erklärt Fertic die Rücknahme mit den Worten: "Mit ihren E-Mails an unser Büro und Ihren Kommentaren auf unserer Facebook-Seite haben Sie uns klar zu verstehen gegeben, dass wir falsch liegen. Und wenn Sie sagen, wir haben einen Fehler gemacht, dann haben wir einen gemacht. Wir nehmen Ironman Access zurück und zahlen Ihnen das Geld zurück. Lassen Sie mich Ihnen persönlich sagen, dass es mir leid tut, dass wir Sie enttäuscht haben."

Tausendfacher Protest im Internet

Mit der größten Solidarisierungsaktion in der gut 30-jährigen Geschichte des Triathlonsports hatten kurz nach der Bekanntmachung des als "Premium Membership" bezeichneten Programms "Ironman Access" seit dem frühen Mittwochabend mehrere Tausend Triathleten und Ironman-Fans aus aller Welt auf der Social-Network-Plattform Facebook und anderen Internetseiten ihrer Enttäuschung Luft verschafft. In wütenden Kommentaren bezeichneten sie die Initiative als "gierige Abzocke" und den "Ausverkauf der Seele des Ironman". Gegen einen Jahresbeitrag von 1.000 US-Dollar, so der Plan der WTC, sollten zahlungskräftige Amateure das Recht auf eine bevorzugte Anmeldung zu den 24 meist überlaufenen Ironman-Qualifikationsrennen erwerben können und dazu ein paar kleinere Give-aways erhalten. Dieser Plan ist nach nicht einmal 30 Stunden Geschichte.