Der Ironman 70.3 Mallorca 2016 im Praxistest

Die triathlon-Redaktion testet nicht nur Material auf Herz und Nieren, sondern ab sofort in loser Folge auch Rennen - aus Teilnehmersicht. Wir beginnen mit dem Ironman 70.3 Mallorca. Frank Wechsel war dabei.

Von > | 11. Mai 2016 | Aus: SZENE

Medaille

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Die Wettkampfbesprechung und Pasta Party

Ein großartiges Setup: Wettkampfbesprechung mit den Füßen im Sand, bei gutem Wetter sogar im Wasser! Es kündigt sich Regenwetter an für den Renntag, doch sind das dort auf der Bühne bereits die Vorboten dazu? Denn düsterer kann man das Abenteuer Ironman nicht präsentieren.

Alle großen Veranstalter reden von der „Athlete’s Experience“, dem Gesamterlebnis eines Events, das weit vor dem Start beginnt und erst lange nach dem Zieleinlauf endet. Dazu gehören auch Pasta Party und Wettkampfbesprechung, auf Mallorca als Einheit zelebriert - leider mit enormem Verbesserungsbedarf. Anstatt die Athleten, die Kunden und Fans der Marke Ironman zugleich sind, auf Mallorca willkommen zu heißen, sie einzustimmen, Begeisterung zu zeigen und zu übertragen, wie es ein Thomas Dieckhoff bei seinen Athletenansprachen verstand, wurden die Triathleten mit einer lieblosen, mit dem Rücken zum Publikum vorgetragenen und teilweise inhaltlich überholten Präsentation konfrontiert, an deren Ende nur das Wort „urinieren“ als am häufigsten verwendete Vokabel hängen bleibt. Etwa die Hälfte der Teilnehmer startet hier zum ersten Mal, etwa die Hälfte der Besucher der Wettkampfbesprechung schüttelt am Ende den Kopf. Ob es die verwirrten Erststarter waren oder die Mehrfachtäter, die es schon so oft so viel besser gehört haben? Wir vergeben zwei von fünf Punkten - einen für's Büffet und einen für die Getränke.

Insider-Check Wettkampfbesprechung und Pasta-Party: ★★☆☆☆

Und selbst?

Vielleicht bin ich als Medienmensch hier zu anspruchsvoll? Allerdings: Ist Ironman nicht auch gerade quasi Medienkonzern geworden?