Ein fast normaler Wettkampftag

Der Winter ist vorbei, die ersten Triathlon-Rennen stehen an. Bevor es in großen Wettkämpfen ernst wird, wollten Hanna und Ida aus dem Team Racing Aloha schon einmal bei einer Volksdistanz üben. In Rheinfelden. Sie ahnten nicht, was dabei alles schiefgehen könnte...

Von > | 10. Mai 2016 | Aus: Szene

Racing Aloha breiter | Racing Aloha breiter

Trotz einiger Missgeschicke haben Hanna und Ida ihren Humor nicht verloren

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Ein fast normaler Wettkampftag

Liebes Tagebuch,

bei Hannah und mir hat der Wecker heute mal so richtig früh geklingelt. Um 4:45 Uhr! Ist ja klar: Für so einen Wettkampf steht man doch gern mal etwas früher auf. Doch welcher Wettkampf war das nochmal...? Ironman...? 70.3? Challenge? Nein! Falsch gedacht: Es handelt sich um den Triathlon im wunderschönen Rheinfelden irgendwo hinter Freiburg. Wohlgemerkt die Volksdistanz. Doch warum muss man sich dafür derart früh dem Traumland entreißen lassen? Nun ja, das ist eine lange Geschichte.

Kurz auf den Punkt gebracht: Anmeldung verpasst. Am Vortag des Wettkampfes hysterische Mail an den Veranstalter mit der Antwort: “Nachmeldung am Wettkampftag bis 8 Uhr morgens. 20 Euro Nachmeldegebühr.” Was soll der Geiz! Und die Schlafzeit in der Nacht vor dem Wettkampf werden sowieso überbewertet.

Googlemaps informiert uns, dass man von Tübingen (unserem Wohnort) bis ins wunderschöne Rheinfelden zwei Stunden und 30 Minuten benötigt. Also haben wir unseren Zeitplan perfekt ausgeklügelt:

 

Soweit unser Plan.

Um 7:43 waren wir dann auch in Rheinfelden am Freibad, aber hier keine Spur von einer Triathlonveranstaltung, auch weit und breit keine Wegweiser vom Veranstalter. Also schon wieder eine hysterische Kontaktaufnahme, diesmal an den Team-Captain: “Gibt es zwei Freibäder im wunderschönen Rheinfelden?” Die Antwort folgte prompt: “Nein!” Betroffenes Schweigen. Kurz kombiniert: Wir sind hier falsch! Wusstest ihr eigentlich, dass es Rheinfelden zweimal gibt? Einmal nördlich des Rheins in Deutschland und dann noch einmal südlich des Rheins in der Schweiz. Glücklicherweise liegen diese zwei Orte nur 12 Kilometer voneinander entfernt, falls mann… äh… frau das falsche Rheinfelden ansteuern sollte. Zufällig passierte uns dies. Zufällig! Scheiß Navi. Neuer Zeitplan:

 

Mit Schweißperlen auf der Stirn, gezücktem Portemonnaie und Wettkampf-Herzfrequenz am Nachmeldeschalter. Voller Stolz, dass wir es gerade noch rechtzeitig geschafft habe, wurden wir ernüchternd von der netten Dame darauf hingewiesen, dass wir auch gern ein bis zwei Stunden später hätten kommen können. Nach dem Motto: “Wir sind hier ganz entspannt”.