"Es war eine tolle Erfahrung"

Am 21. Januar 2016 kommt der Actionfilm "Point Break" in die Kinos. Neben den Schauspielern waren auch die Triathleten Faris Al-Sultan und Michael Raelert für einen Cameo-Auftritt am Set. Im Interview erzählt Faris Al-Sultan, was ihm persönlich beim Dreh am schwersten fiel.

Von > | 21. Dezember 2015 | Aus: SZENE

PB-19917r | Actionfilm Point Break

Actionfilm Point Break

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Atemberaubende Stunts, Extremsport und Verbrechen - in Ericson Cores neuen Actionstreifen gibt es hohe Wellen, schnelle Motorräder und viele Stunts. Die meisten davon werden nicht von professionellen Stuntmen, sondern von echten Extremsportlern ausgeführt. Mit dabei waren auch die deutschen Triathleten Michael Raelert und Faris Al-Sultan, der im Interview von seinen Erfahrungen erzählt.

Faris, wie kam es zu deinem Auftritt im Film "Point Break"?

Das ist eigentlich eine ganz witzige Geschichte: Ich habe eine E-Mail erhalten, in der ich gefragt wurde, ob ich im Film mitspielen will – ein kurzer Cameo-Auftritt. Ich habe das erst für Spam gehalten und wollte die Nachricht schon löschen. Dann habe ich aber doch noch einmal nachrecherchiert. Das Angebot hat sich als echt herausgestellt, und ich habe es angenommen. Zusammen mit Michi (Raelert, Anm. d. Red.) in einem Film mitzuspielen, fand ich eine coole Sache.

PB-FP-036 | Bekannte Profi-Surfer auf hohen Wellen

Bekannte Profi-Surfer auf hohen Wellen

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Wo wurde gedreht, und welche Erfahrungen hast du am Set gemacht?

Der Drehort war Brindisi in Italien. Für unseren Auftritt waren zwei Drehtage geplant, oder besser zwei Drehnächte, denn es war eine Partyszene. Im Film bin ich wahrscheinlich für ungefähr eine halbe Sekunden zu sehen und dafür haben wir viele Stunden gedreht. Generell wird man auf einem Filmset anscheinend fürs Warten bezahlt. Die Topstars drehen ein paar Minuten und sind dann zu hundert Prozent präsent, aber der überwiegende Teil des Geschäfts ist das Herumstehen. Für das Personal gilt anscheinend das Prinzip der Redundanz, so dass sicher an die 150 Leute am Set waren.

Und wie viele Stunden wart ihr zwei beschäftigt?

Am ersten Drehtag haben Michi und ich von 22 Uhr abends bis 5 Uhr morgens gedreht – das sind keine typischen Arbeitszeiten für Triathleten! Nach dem Aufstehen am zweiten Tag waren wir laufen und schwimmen, und abends ging es wieder los. Zum Glück nur von 22 Uhr am Abend bis 1 Uhr nachts, dann war alles im Kasten.

Und was war deine Aufgabe?

Ich musste auf der Party Spaß haben und dabei ein ukrainisches Model im Arm halten. Wie sich jeder vorstellen kann, war das eine große Herausforderung und sehr schwierig für mich.

Hast du das fertige Produkt schon gesehen? Kannst du den Film empfehlen?

Zur Premiere in Los Angeles konnte ich aus familiären Gründen leider nicht anreisen. Aber ich habe einen sehr guten Eindruck vom Film bekommen. Er ist ja ein Remake von „Gefährliche Brandung“ von 1991. Die Vorlage fand ich damals schon der Hammer, und das Remake übertrifft ihn noch und hebt ihn auf ein neues Niveau: neue Extremsportarten wie zum Beispiel das Wingsuit-Fliegen, und coole Sportler. Als Komparsen waren nicht nur wir zwei Triathleten dabei, sondern auch andere bekannte Gesichter, darunter Stand-up-Paddler, Surfer und Rennfahrer. Sehr viele Szenen wurden nicht im Studio gedreht, sondern an realen Sets. Die Produktionskosten waren sehr hoch und die Schauspieler top – das alles spricht für den Film.

PB-FP-450 | Verbrecher in Wingsuits

Verbrecher in Wingsuits

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Weißt du, warum gerade so viele Sportler als Komparsen ausgewählt wurden?

Das ist zum einen, um den Film authentisch zu machen. In den Surfszenen wirkt ein Profi-Surfer ganz anders als irgendein Schauspieler. Das gibt dem Ganzen Glaubwürdigkeit. Wir Triathleten waren wohl dabei, weil einer der Produzenten ein großer Fan des Sports ist.

Wie hat dir das Schauspielern gefallen?

Ich würde nicht mein Geld damit verdienen wollen, aber es war eine tolle Erfahrung!

Über "Point Break"

Kinostart Deutschland: 21. Januar 2016

Regie: Regie führte Ericson Core („Unbesiegbar – Der Traum seines Lebens“). Als Produzent fungiert Alcon Entertainment in Ko-Produktion mit Studio Babelsberg.

Drehorte: Neben den Drehorten in Europa (Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und Frankreich) wurde auch in Nordamerika, Südamerika (Mexiko, Venezuela, Französisch-Polynesien) und Indien gedreht.

Hauptdarsteller: Édgar Ramírez („Erlöse und von dem Bösen“), Luke Bracey („The Best of Me – mein Weg zu dir“) und Teresa Palmer („Knight of Cups“). In Nebenrollen sind auch die beiden deutschen Darsteller Nikolai Kinski („Yves Saint Laurent“) und Clemens Schick („James Bond 007 – Casino Royale“) zu sehen.