Nils Frommhold Langlaufen ... statt Spaßbaden

Szene | 15. Januar 2013
Nein, so hatte sich tri-mag.de-Blogger Nils Frommhold den Start ins Jahr 2013 nicht vorgestellt. Nichts wurde aus seinem Masterplan, im österreichischen Wintersportort Flachau einige Einheiten auf Langlaufkiern mit ein paar Kilometern im Schwimmbad zu kombinieren. Denn dort war die Gefahr aus der Luft einfach zu groß.
Als gebürtiger Berliner, der mittlerweile in Freiburg nur noch 20 Autominuten von der hauseigenen Loipe entfernt wohnt, ist der Einstieg in die Trainingssaison natürlich fest geplant. Langlaufen und das am Besten dort, wo es am Schönsten ist. So reiste ich über den Jahreswechsel nach Flachau ins Salzburger Land.
Eine intensive Trainingswoche und zwar ausschließlich auf den kurzen schmalen Brettern! Was sich zunächst gut anhört, war allerdings nicht unbedingt mein Masterplan für die ersten Tage des neuen Jahres. Denn in Flachau kam es etwas anders als ich gedacht hatte. Im Internet sah das Schwimmbad vor Ort noch super aus: Sportbecken, Saunalandschaft und eine "Loopingrutsche" mit Senkrechtstart. Spätestens hier hätten jedoch meine Alarmglocken schrillen sollen. Das ist doch eine Therme zum Entspannen oder ein Erlebnisbad zum Spaß haben, aber keinesfalls ein Becken zum Trainieren. Einen Versuch habe ich dann trotzdem unternommen. Mit dem Ergebnis das Schwimmen danach durch eine zusätzliche Langlaufeinheit zu ersetzen. Zu groß erschien mir die Gefahr, die vom 3- Meter-Turm drohte.
Sieben Tage oder zehn Langlauf-Einheiten später ... Ich habe jeden zweiten Tag die Distanz eines Marathons auf Skiern bewältigt und muss zugeben: "Jetzt ist es genug!" Ich bin froh, die Bretter bis nächstes Jahr in den Keller stellen zu können. Dafür kommt das Mountainbike nun wieder zum Einsatz. Und im Prinzip gilt hier das Gleiche wie beim Langlaufen. Biken, wo es am Schönsten ist. Nämlich direkt vor der eigenen Haustür im schönen Schwarzwald. Das Streckenangebot in meinem neuen Trainingsrevier ist einfach grenzenlos und verlangt mir alles ab.
Im Februar geht dann der „normale“ Trainingsalltag los und ich fliege mit meinem Straßenrad im Gepäck für drei Wochen in den warmen Süden. Denn Sommersportler werden im Winter gemacht. Wie es so schön heißt. Das Schwimmen habe ich in den vergangenen Tagen übrigens nicht vernachlässigt. Es gilt Kilometer aufzuholen. Doch nach sieben Schwimmtagen in Folge freue ich mich schon darauf, die Badehosen mal einen Tag im Schrank lassen zu können.
Bis bald,
Euer Nils