Bock bloggt Moin Moin aus Hamburg

Szene | 25. September 2012
Fast vier Wochen Praktikum in der "triathlon"-Redaktion sind nun um. Eine ganze Menge neuer Eindrücke stehen schon mal auf der Haben-Seite und ich bin mir sicher, dass noch einige dazu kommen. Aber jetzt gibt es erst mal einen kurzen Zwischenbericht.
Kaffee kochen, kopieren, Zahlen sortieren – der Triathlon eines Praktikanten? Ich habe keine Ahnung! Das würde zumindest nicht zu dem passen, was ich in der Redaktion von triathlon und tri-mag.de alles machen darf. Und während ich so darüber nachdenke, fällt mir erst auf, dass ich mir vor dem Praktikum überhaupt keine Gedanken gemacht habe, was mich  eigentlich erwartet. Aber da ich bereits jetzt in zahlreichen Berichten, Interviews oder sonstigen Sachen mein Unwesen treiben darf, wären meine Erwartungen wahrscheinlich ohnehin übertroffen worden. Ich muss sagen, das ist eine ganz schön feine Angelegenheit.

Zwei Seiten einer Medaille

Eine Frage stelle ich mir dann aber doch: Wie, um alles in der Welt, schafft es der Großteil von euch, den ganzen Tag zu arbeiten, eine Familie bei Laune zu halten und sich dann noch auf einen Triathlon vorzubereiten?
Ich konnte ja bisher das große Privileg genießen, meinen Alltag nach dem Training zu richten und immer dann raus zu gehen, wenn es mir gepasst hat. Und dann hatte ich immer noch genug Zeit für ein Mittagsschläfchen. Ich weiß natürlich, dass das etwas Besonderes ist, aber so hundertprozentig wohl habe ich mich damit auch nicht gefühlt. Man verschwendet schon sehr viel Zeit, wenn man ein „Profi“-Leben führt.

Das war zumindest das Gefühl, das ich dabei hatte. Und ich würde nicht behaupten, dass das an zu wenig Training lag. Mittlerweile habe ich das schon ein paarmal versucht zu erklären. Aber ich glaube, richtig gelungen ist es mir bisher nicht. Worauf ich eigentlich hinaus will: Es ist gut, mal die andere Seite der Medaille zu sehen! Zu erfahren, wie es ist, wenn man Morgens aufsteht, den ganzen Tag auf der Arbeit verbringt und Abends noch irgendwie versucht, ein halbwegs sinnvolles Training auf die Beine zu stellen. Zum Glück ist gerade jetzt im Hamburger Spätsommer, nee: Herbst auch nicht die beste Zeit für viel Training, sonst würde ich wahrscheinlich vollkommen verrückt werden. Im Moment genieße ich es dagegen sehr, tagsüber einer „echten“ Aufgabe nachzugehen und mich danach noch ein bisschen zu bewegen. ABER: Ich freue mich mittlerweile auch wieder wahnsinnig darauf, richtig zu trainieren, Gas zu geben und in der nächsten Saison endlich wieder an der Startlinie zu stehen!

Was gibt es sonst aus Hamburg zu berichten? Wenn man hier Freitagabend los zieht, kann es vorkommen, dass man am Samstag erst zu Uhrzeiten nach Hause kommt, zu denen man sonst auch schon mal zur ersten Trainingseinheit aufbrechen würde! Naja, kann man ja mal machen – ist ja Saisonpause. Ansonsten ist Hamburg eine der schönsten Städte, die ich kenne. Zwar kann man sich hier das Schwimmtraining kaum leisten, weil man dafür sagenhafte 5,70 Euro auf den Tresen blättern muss, dafür entschädigen aber wunderschöne Laufstrecken. Die Radkurse in und um Hamburg konnte ich bisher noch nicht wirklich abchecken, aber am 13. Oktober habe ich direkt vor der Ironman-Hawaii-Übertragung die Chance dazu: Mit ein paar Jungs geht es im Mannschaftszeitfahren auf die Reise von Hamburg nach Berlin. Da habe ich also mindestens 270 Kilometer lang Zeit mich von den Radgegebenheiten hier zu überzeugen. Auf jeden Fall wird mir nicht langweilig und es gibt definitiv viele spannende Neuigkeiten - aber die sind mir dann bald doch einen separaten Bock-Blog wert! Und wer von euch am Wochenende einen Start beim Berlin-Marathon plant, der kann gerne mal beim K-Swiss-Trailer vorbeischauen, dort werde ich mich auch herumtreiben!