Keine Chance für die Spezialisten: Rookie Richard Murray gewinnt den Xterra South Africa in Grabouw.

Cherie Vale / NEWSPORT MEDIA

Richard Murray beim Xterra South Africa 2013
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Xterra World Tour 2013 Murray siegt, Stoltz disqualifiziert

Szene | 25. Februar 2013
Der Südafrikaner Richard Murray hat eine Woche nach seinem Sieg beim ITU-Sprint in Kapstadt auch den Xterra-Saisonauftakt in Grabouw gewonnen. Zwar musste der 24-Jährige auf dem anspruchsvollen MTB-Kurs zunächst Spezialist Conrad Stoltz ziehen lassen, konnte diesen beim Laufen aber früh stellen. Bei den Frauen verteidigte Murrays Landsfrau Carla van Huyssteen souverän ihren Titel.
Gerade in einer nacholympischen Saison nutzen viele Sportler die Möglichkeit, sich abseits von Qualifikationsrennen auf ungewohntem Terrain auszuprobieren. Häufig mit Erfolg, wie der Südafrikaner Richard Murray am Wochenende bewiesen hat. Bei seinem Xterra-Debüt setzte sich der WM-Fünfte und Hamburg-Sieger von 2012 souverän gegen viele erfahrene Crosstriathlon-Spezialisten durch. Erwartungsgemäß war der 24-Jährige bereits nach den 1,5 Schwimmkilometern als Erster an Land geklettert und knapp 30 Sekunden vor dem vierfachen Xterra-Weltmeister Conrad Stoltz aufs Mountainbike gewechselt. Ein Vorsprung, von dem Murray gut ein Drittel des Radkurses zehrte. Erst nach etwa zehn der insgesamt 25 MTB-Kilometer konnte Stoltz zum Xterra-Rookie aufschließen. Danach spielte der 36-Jährige seine größere Offroad-Erfahrung aus und enteilte seinem zwölf Jahre jüngeren Landsmann bis zum zweiten Wechsel um gut 40 Sekunden. Letztlich zu wenig, um den tempofesten Murray bis ins Ziel auf Abstand zu halten. Schon bei Halbzeit der Laufstrecke war der 17. der Olympischen Spiele von London wieder dran und zog nur wenig später auf und davon. In 2:23:01 Stunden reichte es 70 Kilometer südöstlich von Kapstadt zum ersten Xterra-Sieg seiner Karriere. Stoltz erreichte das Ziel zwar als Zweiter, wurde nach dem Rennen jedoch disqualifiziert, weil er beim Laufen kurzzeitig vom offiziellen Kurs abgekommen war. Platz zwei ging so an Dan Hugo (RSA), der den Deutschen Nico Pfitzenmaier auf den dritten Rang verwies.

Verschwommen und gewonnen

Bei den Frauen verteidigte die Südafrikanerin Carla van Huyssteen mit einem Start-Ziel-Sieg souverän ihren Titel aus dem Vorjahr. Und dies, obwohl die 28-Jährige beim Schwimmen zunächst die falsche Linie gewählt hatte und so einige Extrameter in Kauf nehmen musste. Trotz dieses Malheurs beendete van Huyssteen bereits das Schwimmen an der Spitze und gab diese Führung auch nicht mehr ab. In 2:51:01 lag sie am Ende mehr als vier Minuten vor Landsfrau Susan Sloan, die 20 Sekunden auf die US-Amerikanerin Shonny Vanlandingham ins Ziel rettete.