Anne Haug und Sebastian Kienle: die strahlenden Sieger der triathlon-Awards 2012

Arno Burgi

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And the winners are ... triathlon-Awards 2012 an Haug, Kienle und die Challenge Roth

Szene | 26. November 2012
Mit einem Doppelschlag hat Sebastian Kienle bei der 3. sailfish Night of the Year die erfolgreichste Saison seiner Karriere gekrönt. In der Neuen Stadthalle Langen räumte der Ironman-70.3-Weltmeister am Samstag die triathlon-Awards in den Kategorien "Shootingstar" und "Triathlet" ab. Vizeweltmeisterin Anne Haug setzte sich bei den Frauen hauchdünn gegen die Hawaii-Vierte Sonja Tajsich durch. Das Team der Challenge Roth freute sich wie 2011 über die Trophäe für das "Rennen des Jahres".
Von einer Tradition wollte Jan Sibbersen bei seinen Begrüßungsworten zwar noch nicht sprechen - dass er stolz darauf ist, die "Triathlonparty des Jahres" schon zum dritten Mal gemeinsam mit 800 Gästen feiern zu können, konnte man dem 37-Jährigen aber deutlich ansehen. Gemeinsam mit ZDF-Sportmoderatorin Katrin Müller-Hohenstein führte Sibbersen durch den Abend.
Ein Abend, bei sich dem einige der besten Triathleten Deutschlands ausnahmsweise einmal nicht im Wettkampfeinteiler, sondern im kurzen Cocktailkleid oder einem eleganten Zweireiher präsentierten: Sibbersens Einladung waren unter anderem Olympiasieger Jan Frodeno mit Freundin Emma Snowsill, der Hawaii-Zweite Andreas Raelert, Kurzdistanz-Vizeweltmeisterin Anne Haug, deren Teamkolleginnen Svenja Bazlen und Anja Dittmer, die Ironmanprofis Jan Raphael, Markus Fachbach, Andreas Böcherer und Susann Dietrich, der zweimalige Ironman-Weltmeister Normann Stadler sowie Sebastian Kienle gefolgt. Und der avancierte schließlich auch zum Star der Partynacht.

Kienle doppelt geehrt, Haug stolze Siegerin

Denn beim Höhepunkt des Abends, der Verleihung der "triathlon-Awards 2012", musste der Ironman-70.3-Weltmeister von Las Vegas unter dem Jubel der Gäste gleich zweimal auf die Bühne. Zunächst nahm er - mit einem Schmunzeln - zum zweiten Mal nach 2010 den Preis für den "Shootingstar des Jahres" in Empfang. Dass die Leistungen, die er in diesem Jahr gezeigt hat, von den deutschen Triathlonfans so honoriert werden, freue ihn sehr, so Kienle. Auf die Plätze zwei und drei der Kategorie "Shootingstar" wählten die Leser der Zeitschrift triathlon und User von tri-mag.de Ironman-70.3-Europameisterin Anja Beranek und Kurzdistanz-Vizeweltmeisterin Anne Haug.
Etwas weniger überraschend nahm Kienle wenig später auch die gläserne Trophäe für den "Triathleten des Jahres" aus den Händen von Frank Wechsel, dem Herausgeber von triathlon, triathlon training und triathlon knowhow entgegen. Überwältigende 54 Prozent aller Stimmen gingen an den 28-Jährigen, der damit Vorjahressieger Andreas Raelert und Timo Bracht klar auf die Plätze zwei und drei verwies.
Während bei den Männern die Langdistanzprofis das Podium besetzten, holte sich bei den Frauen zum ersten Mal nach vielen von "Ironwoman" dominierten Jahren eine Kurzdistanzspezialistin den Titel. In einer hauchdünnen Entscheidung - nur 0,4 Prozent der Stimmen lagen am Ende zwischen den beiden Erstplatzierten - hatte Anne Haug am Ende die Nase vorn. Und konnte ihr Glück selbst kaum fassen. "Damit habe ich wirklich nicht gerechnet", sagte Haug. Und war offensichtlich vor allem stolz darauf, sich gegen die in den Medien deutlich präsenteren Langdistanzprofis durchgesetzt zu haben. Platz zwei ging an Sonja Tajsich, die sich zur gleichen Zeit in der Hitze des Ironman Cozumel quälte und dort aufs Podium kam. Die Schweizerin Caroline Steffen landete mit einem Abstand von nur 2,8 Prozentpunkten auf Siegerin Haug auf dem dritten Platz.

Challenge Roth verteidigt Titel

So eng wie nie fiel die Entscheidung auch bei der Wahl zum "Rennen des Jahres" aus. Klassiker wie der Ironman in Frankfurt und sportliche Highlights wie die 70.3-WM in Las Vegas landeten nur auf den Plätzen vier und sechs. An der Spitze entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Ironman Hawaii und der Challenge Roth, das das Team aus Franken letztlich knapp mit 1,6 Prozentpunkten für sich entschied. Gerührt nahm Felix Walchshöfer den Preis entgegen - schon zum zweiten Mal nach 2011. Erst wenige Stunden zuvor hatte er im spanischen Vitoria das 13. Rennen seiner Serie präsentiert. Das spektakuläre Olympiarennen in London schaffte es auf den dritten Rang.
Nicht nur die Gewinnern der triathlon-Awards machten nach der Verleihung die Nacht zum Tag. Bis in die frühen Morgenstunden dauerte die "Triathlonparty des Jahres". Der Termin für die vierte Auflage steht schon fest. Am 30. November 2013 will Jan Sibbersen den nächsten Schritt hin zu einer Traditionsveranstaltung der Triathlonszene gehen.
Die Gewinner der Kategorien "Neopren", "Rad", "Laufschuh" und "Innovation" des Jahres präsentieren wir Ihnen in triathlon Nr. 107, die ab dem 21. Dezember im Handel erhältlich ist.
triathlon-Awards 2012 | Triathletin
NameProzent
1Anne Haug21,1 %
2Sonja Tajsich20,7 %
3Caroline Steffen18,3 %
triathlon-Awards 2012 | Triathlet
NameProzent
1Sebastian Kienle54,1 %
2Andreas Raelert24,2 %
3Timo Bracht4,0 %
triathlon-Awards 2012 | Shootingstar
NameProzent
1Sebastian Kienle39,9 %
2Anja Beranek13,2 %
3Anne Haug9,6 %
triathlon-Awards 2012 | Rennen
NameProzent
1Challenge Roth28,1 %
2Ironman Hawaii26,5 %
3Olympia London 20129,0 %