"Viel Sicherheit für die Zukunft"

Nils Frommhold tauscht sein Wettkampfoutfit: Ab dieser Saison wird der 29-Jährige im Dress des Team Erdinger Alkoholfrei bei Wettkämpfen an den Start gehen. Ein Schritt, den Frommhold sich schon seit Jahren erhofft hatte, wie er im Interview erzählt.

von | 15. März 2016 | Aus: Szene

Challenge Roth 2015 - Laufen - 25

Foto > Frank Wechsel / spomedis

Nils Frommhold, Sie schließen sich zur neuen Saison dem Team Erdinger Alkoholfrei an. Wie kam es zu dieser Idee?
Das hat bereits eine lange Vorlaufzeit. Schon als ich im Jahr 2012 entschieden habe, von der Kurz- auf die Langdistanz zu wechseln, bin ich gezielt auf das Erdinger-Team zugegangen und habe gefragt, ob es da nicht Möglichkeiten gäbe. Sie waren für mich schon damals das interessanteste Team, weil Erdinger im Triathlon und auch im Biathlon wie keine andere Mannschaft für guten deutschen Ausdauersport steht. Damals hat das allerdings aus verschiedenen Gründen nicht geklappt. In erster Linie, weil alle Plätze im Team schon voll belegt waren.

Jetzt klappt es aber doch. Hat Erdinger diesmal bei Ihnen angeklopft?
So ganz genau kann man das gar nicht sagen. Wir stehen schon lange in Gesprächen, sodass es eher ein langsames Zusammenfinden war. Wir haben uns schon im Frühjahr 2015 getroffen und über Möglichkeiten gesprochen, miteinander zu arbeiten und meine Eigen- und die Teaminteressen unter einen Hut zu bekommen. Damals war schon klar, dass das frühestens zu dieser Saison wirklich Realität werden konnte, deswegen haben wir uns bei diesen Gesprächen auch alle Zeit genommen und konnten so beidseitig ein wirklich gutes Gefühl entwickeln. Dazu gehört für mich auch, dass ich die Leute im Team und um das Team herum kennenlerne, um wirklich ein Gefühl für die Mannschaft zu bekommen und nach außen hin als Einheit auftreten zu können.

Sie sprechen Ihre Eigeninteressen an. Ändert sich durch die Zusammenarbeit etwas an ihrer Ausstattung?
Nein, eigentlich bekomme ich dadurch nur einen Partner dazu. Meine drei bisherigen Hauptpartner Canyon, TRI11 und Skechers bleiben auch weiterhin im Boot.

Und an Ihrer Eigenvermarktung samt Ihrer Marke „Clearly Nils“?
Auch das muss ich deswegen natürlich nicht einstellen. Der Sport bleibt ja weiterhin ein Individualsport, nur kommen künftig eben noch Teamangebote dazu und wir treten beispielsweise bei Veranstaltungen nach außen hin geschlossen auf. Wobei ich durch die Zusammenarbeit mit Wolfram Bott, der auch Andreas und Michael Raelert sowie Julia Gajer betreut, natürlich schon viele wichtige Charaktere im Team kannte und mit einigen zusammengearbeitet habe. Es wird also keine riesige Umstellung für mich werden.

Nils Frommhold

Nils Frommhold wird Teil des Team Erdinger Alkoholfrei

Foto > Team Erdinger Alkoholfrei

Was sind dann Ihre konkreten Vorteile durch den Schritt ins Erdinger-Team?
Vor allem das gute Gefühl, einen verlässlichen Partner hinter sich zu wissen – unter meinen Verträgen im schnelllebigen Sportgeschäft ist der mit Erdinger einer der vergleichsweise längerfristigen. Ohnehin war ich schon länger auf der Suche nach einem richtigen Hauptsponsor. Erdinger war dabei, wie gesagt, von Beginn an eine Wunschvorstellung – alleine schon, weil die Marke für mich im Alltag und das Team auch bei Wettkämpfen immer schon präsent war. Dass das nun geklappt hat, freut mich sehr und gibt mir viel Sicherheit für die neue Saison.