Was ist los ... auf Rügen?

Sommer, Strand und Kreidefelsen: Deutschlands größte Insel ist nicht nur ein beliebtes Ferienziel. Sie hat auch eine kleine, aber feine Wettkampfszene, die es sich zu erkunden lohnt.

Von > | 6. April 2016 | Aus: SZENE

Ironman 70.3 Rügen 2015 - Radfahren - 08

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Seit 2014 taucht Rügen auf den internationalen Listen auf, denn im Ostseebad Binz wird jährlich im September ein Ironman 70.3 ausgetragen. Das größte und bekannteste Seebad der Insel lädt im Mai außerdem zum Promenaden- und Crosslauf ein, zu dem sich seit 2009 auch einen Halbmarathon gesellt.

Rügener Radsaison

Ebenfalls im Mai startet in Binz der Rügen-Rund-Radmarathon mit diversen Distanzen bis zu 205 Kilometern, die auf der Insel problemlos erfahren werden können. Der Höhepunkt der Rügener Radsaison findet dann im Oktober statt: Bei der Tour d’Allée werden mehrere Rennen und Familienevents veranstaltet. Los geht es mit der Boddenrunde. Unter dem Stichwort „Radfahren mit Prominenten“ werden anschließend diverse Strecken und Distanzen angeboten. Ihren Abschluss hat die Serie mit der Rügen-Challenge, einem klassischen Jedermannrennen über 54 oder 107 Kilometer, das an der Seebrücke im Ostseebad Sellin endet.

Über die Brücke und zum Leuchtturm

Einer der markantesten Punkte, die Rügenbrücke, bildet im Oktober den Schauplatz des jährlichen Rügenbrücken-Marathons, der in der Hansestadt Stralsund startet, über die gesperrte Brücke nach Rügen und wieder zurück führt. Das Ereignis für die ganze Familie bietet diverse Distanzen vom Kinderlauf bis zum Marathon.

Der nördlichste Punkt der Insel, das Kap Arkona, kann beim Kap Arkona Aquamaris Lauf erlaufen werden. Der Halbmarathon startet im Seebad Juliusruh und führt am Strand und in Sichtweite des Meeres bis zu den Leuchttürmen am Kap Arkona und wieder zurück. Wer nur 10 Kilometer laufen möchte, startet direkt am Kap Arkona.

Auf die Halbinsel Mönchgut im Südosten der Insel ziehen sich nicht nur die Liebhaber unberührter Natur zurück. In Thiessow an der Südostspitze der Insel treffen sich traditionell die Wind- und Kitesurfer. Ein Besuch im Frühling lässt sich wunderbar mit dem Thiessower Deichlauf verbinden, bei dem Distanzen von 3 bis 10 Kilometern gelaufen werden können. Auch für die Kinder ist gesorgt, sie können sich beim 400 Meter langen Bambinilauf beweisen.

1.000 Schwimmer im Sund

Selbstredend hat die Insel auch beim Schwimmen einiges zu bieten. Die bekannteste Veranstaltung ist das traditionsreiche Internationale Sundschwimmen zwischen der Insel Rügen und der Hansestadt Stralsund. Seine Geschichte reicht bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Immer am ersten Samstag im Juli springen bis zu 1.000 Sportler in die Fluten und kämpfen sich die 2,3 Kilometer von Altefähr nach Stralsund. Wer teilnehmen möchte, sollte nicht nur schnell schwimmen können, sondern sich auch schnell anmelden. Denn das begrenzte Starterfeld ist schnell ausverkauft.

Ebenfalls weit über die Inselgrenzen hinaus bekannt ist das Internationale Vilm-Schwimmen. Der Startschuss für die 2,5 Kilometer lange Strecke fällt auf der knapp einen Quadratkilometer kleinen Insel Vilm vor der Südküste Rügens. Im Hafen Lauterbach auf Rügen werden die Schwimmer dann im mit großem Applaus empfangen.

Das dritte Schwimmevent der Insel, das Inselschwimmen, ist ein Highlight für besonders ambitionierte Sportler. Ende Juli steht in diesem Jahr die 13. Boddenquerung von der Insel Hiddensee nach Rügen an. 4,5 Kilometer sind zurückzulegen – ohne Neo und andere auftreibende Hilfsmittel.