Mit Cycling Power Catalyst zum optimalen Set-up

Mit welchem Set-up bin ich auf der Radstrecke am schnellsten? Die Software Cycling Power Catalyst will von Rennradfahrer und Triathleten mit Daten gefüttert werden – und liefert Resultate.

Von > | 20. Februar 2017 | Aus: EQUIPMENT

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Inwiefern ist ein Zeitfahrrad gegenüber einem Rennrad im Vorteil? Auf flachen Strecken ist die Antwort klar, aber bei bergigen Kursen ist der Aero-Renner nicht unbedingt die beste Wahl. Die Entwickler der Software Cycling Power Catalyst haben das Programm „Course to Speed“ geschrieben, dass genau diese Frage Radfahrern und Triathleten vor ihrem Wettkampf beantworten soll. Auf der Website von Cycling Power Catalyst kann die Software für 99 Schweizer Franken (ungefähr 93 Euro) heruntergeladen werden.

Course to Speed

Die Software ist ein Macro für das Office-Programm Excel. Zunächst muss eine Streckendatei im CSV-Format von gpsies.com heruntergeladen und importiert werden. Das hört sich kompliziert an, ist aber relativ schnell gemacht. Im Anschluss müssen folgende Daten in eine Tabelle eingetragen werden:

Diese Daten sind die Berechnungsgrundlage für \"Course to Speed\". Fünf Set-ups kann man vergleichen.

Diese Daten sind die Berechnungsgrundlage für "Course to Speed". Fünf Set-ups kann man vergleichen.

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Und hier wird es interessant: Im Prinzip möchte man vor einem Rennen die Frage klären, ob man mit einem leichten Rennrad oder mit einem aerodynamisch-optimierten Zeitfahrrad schneller ist. Der CdA-Wert wird ermittelt, indem man eine Messung im Windkanal oder auf der Radbahn durchführen lässt. Da diese Möglichkeiten der Mehrheit der Triathleten und Zeitfahrer nicht zur Verfügung stehen, empfehlen die Entwickler von Cycling Power Catalyst, Daten der Website Cycling Power Lab zu nutzen.

Für die Berechnung der Rennzeit nutzt das Programm außerdem einen Rollwiderstandskoeffizienten (Cr) und berechnet einen Antriebsverlust von 3 % durch mechanische Reibung am Rad ein. Diese Werte können ebenfalls manuell verändert werden, wenn man zum Beispiel besonders leichtgängige Reifen oder optimierte Kugellager nutzt.

Sektoranalyse

Die Daten von fünf verschiedenen Set-ups können in die Tabelle eingetragen werden. Dann folgt der Klick auf den Button „Berechne“: Die Ergebnisse werden in mehreren Grafiken aufgearbeitet: So kann man sich zum Beispiel anzeigen lassen, in welchem Sektor der Rennstrecke welches Set-up am besten geeignet ist. Wer es schnell wissen möchte, sieht unter der Tabelle ganz konkret, mit welchem Set-up die beste Zielzeit möglich ist.

Mit der Sektoranalyse sieht man, in welchem Teil der Rennstrecke welches Set-up am effizientesten ist.

Mit der Sektoranalyse sieht man, in welchem Teil der Rennstrecke welches Set-up am effizientesten ist.

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Power to Speed

Für die Analyse nach einem Rennen bietet Cycling Power Catalyst das Tool „Power to Speed“ an. Darin werden das Streckenprofil und die erbrachte Leistung angezeigt. Auch dieses Tool soll beim Finden des optimalen Set-ups behilflich sein.

Das Tool funktioniert natürlich nur modellhaft und kann die Realität eines Rennens nur bedingt abbilden. Trotzdem kann das Programm vor schwierigen Rennen eine Entscheidungshilfe bei der Wahl des richtigen Set-ups sein. Wir werden die Programme von Cycling Power Catalyst zu Beginn der Saison in der Praxis testen und die tatsächlichen Zeiten auf einer bestimmten Strecke mit den Vorhersagen vergleichen.