DynaFlyte von Asics im Test

Der DynaFlyte von Asics ist eines von drei Modellen, das mit dem FlyteFoam-Material ausgestattet ist. Damit soll schnelles und gleichzeitig komfortables Laufen möglich sein. Wir haben es getestet.

Von > | 17. März 2017 | Aus: EQUIPMENT

Dynamik trifft Dämpfung: Gelingt dem DynaFlyte von Asics dieser Kompromiss?

Dynamik trifft Dämpfung: Gelingt dem DynaFlyte von Asics dieser Kompromiss?

Foto >Hersteller

Lange Zeit musste man sich bei Laufschuhen entscheiden: Entweder griff man zum Dämpfungsmodell und büßte an Flexibilität ein, oder man wählte einen Wettkampfschuh bzw. Lightweighttrainer und war weniger komfortabel unterwegs. Viele Hersteller haben mittlerweile sehr gut abgestimmte Kompromisse im Angebot: Leichte und flexible Laufschuhe mit einer angenehm weichen, aber nicht zu schwammigen Dämpfung. Bei Asics trifft diese Beschreibung am besten auf den DynaFlyte zu – ein Schuh, den Asics selbst als "Eintritt in das Schnelligkeitsbusiness" bewirbt. Das Kernstück des DynaFlyte ist die FlyteFoam-Mittelsohle – nur drei Modelle aus der Produktpalette sind überhaupt mit einer FlyteFoam-Mittelsohle ausgestattet, das erstmals beim MetaRun zum Einsatz kam. Asics behauptet: Das neue Dämpfungsmaterial soll elastischer und leichter sein. Aber soviel lässt sich schon mal bestätigen: Der Schuh ist mit 220 Gramm (in US-Größe 9) wirklich sehr leicht.

Laufeigenschaften im Praxis-Test

Vom ersten Laufschritt an macht sich das geringe Gewicht positiv bemerkbar: Während der Flugphase glaubt man, einen Wettkampfschuh am Fuß zu haben; erst beim Auftreten und Abrollen wird einem wieder bewusst, dass der DynaFlyte ja eigentlich kein Racer ist. Man steht relativ flach im Schuh – die Sprengung liegt bei nur 8 Millimeter. Ideal für Läufer und Triathleten, die ein flaches Fußaufsatzverhalten haben und über den Mittelfuß abrollen. Trotz aller Sportlichkeit fühlt man sich im Schuh sofort wohl, erinnert die Passform doch stark an andere Asics-Modell, etwa den DS Trainer. Bei der Schnürung gibt es allerdings kleine Abzüge: Die Schnürsenkel greifen weniger fest, als man sich das von einem Schuh wünscht, mit dem man schnell rennen kann. Die Zehenbox bietet auch für breitere Füße genügend Platz.

Auch nach mehr als zehn Kilometern im Schuh kommt einem der DynaFlyte immer noch komfortabel vor – höchste Zeit, ihn jenseits des 4er-Schnitts auf die Tempo-Probe zu stellen. Und siehe da: Auch Geschwindigkeiten unter dem Vierer-Schnitt lassen sich im Schuh problemlos realisieren. Denn dank der sehr gelungenen Passform steht man jederzeit sicher und fest im Schuh. Und bei höheren Geschwindigkeiten spielt dem Schuh auch wieder die geringe Sprengung in die Karten, denn dadurch bleibt das Laufgefühl auch bei hohem Tempo dynamisch. Gleichzeitig federt die Dämpfung spürbar auftretende Kräfte ab. Sowohl auf trockenem als auch auf nassem Asphalt bietet der Schuh viel Grip. Auch steiniger Waldboden stellt für den Schuh kein Hindernis dar. 

 

 

Sieht klobig aus, ist aber sehr leicht: der DynaFlyte von Asics.

Sieht klobig aus, ist aber sehr leicht: der DynaFlyte von Asics.

Foto >Daniel Eilers / spomedis

Fazit

So sehr man auch nach dem Haar in der Suppe sucht: Man findet bei diesem Schuh keine Schwachstelle. Passform, Dämpfungseigenschaften und Dynamik sind auf höchstem Niveau. Das FlyteFoam-Material präsentiert sich ideal für Läufer, für die Dynamik und Dämpfung Hand in Hand gehen. Zugegeben, wer im Wettkampf noch weniger Schuh am Fuß haben möchte, muss ein anderes Modell nehmen. Aber wer auch im Rennen nicht auf Dämpfung verzichten will, etwa bei einem Marathon, oder fürs Training einen leichten Trainingsschuh sucht, für den können wir den DynaFlyte von Asics uneingeschränkt empfehlen. Für Überpronierer ist der Schuh nicht geeignet, Supinierer und Neutralläufer können das Modell laufen.