Ekois "Comp9 Dry" im Test

Für Temperaturen um 0 Grad ist die Kollektion „Comp9 Dry“ von Ekoi gemacht. Sie besteht aus einer Jacke und einer Hose, die beide wasserabweisend und warm sind.

Von > | 11. Januar 2017 | Aus: EQUIPMENT

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Wer in den kalten Monaten draußen Radfahren möchte, braucht gute Kleidung. Das Verhältnis von Wärmeisolation, Wetterschutz und Atmungsaktivität muss hier sogar noch besser abgestimmt sein als bei Laufbekleidung. Kann Ekois "Comp9-Dry"-Kollektion diesen Ansprüchen gerecht werden?

Die Jacke

Die Winterjacke ist mit Ekois „Thermo Windtex“ als Wetterschutz ausgestattet. Regen, Schnee und Wind sollen davon abgewehrt werden. Das Material funktioniert bei trockenen Bedingungen recht gut, allerdings ist es bei Regen oder starkem Wind nicht ganz so leistungsfähig wie Obermaterial, das mit der weit verbreiteten Gore-Tex-Membran ausgestattet ist. Die Atmungsaktivität der Jacke ist zu jeder Zeit gut. Je nach Wetterlage sollte man die Jacke mit anderen Kleidungsstücken nach dem Zwiebelprinzip kombinieren: Pflicht ist ein Unterhemd aus Funktionsfasern, das den Schweiß abtransportiert. Bei weniger als 5 Grad empfehlen wir auch eine zusätzliche Wärme-Isolationsschicht darunter. Hervorragend gefallen haben uns die Abschlüsse am Kragen, an den Händen und am Bauch: Nirgendwo zieht es kalt rein, auch nicht am Reißverschluss, und das Fleecematerial am Hals hält schön warm. Die Passform der Jacke ist relativ eng, sodass man sich überlegen sollte, bei viel Unterwäsche lieber eine Nummer größer zu wählen. Besonders gelungen sind die drei Rückentaschen. Sie bieten genügend Platz, um neben den üblichen Utensilien auch die Handschuhe und ähnliches zwischenzeitlich zu verstauen.

Die drei Taschen der Jacke bieten genügend Stauraum und der Rücken ist ausreichend verlängert.

Die drei Taschen der Jacke bieten genügend Stauraum und der Rücken ist ausreichend verlängert.

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Die Bib-Hose

Klimatechnisch bewegt sich die Trägerhose der „Comp9-Dry“-Kollektion im gleichen Bereich wie die Jacke. Über den Knien ist die Hose noch etwas besser isoliert als darunter. Laut Herstellerangaben besteht das Material an den Seiten und hinten aus 15 % Elastan. Das sorgt für die notwendige Beweglichkeit. Auch an der Passform gibt es nichts auszusetzen. Zu den technischen Highlights der Hose gehört das sehr gut gemachte Sitzpolster. Problematisch ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass es im Sitzbereich leicht zu kalt werden kann. Deswegen sind auf dem Markt auch polsterlose Winterhosen erhältlich, die man über Shorts mit Sitzpolster ziehen kann. Welche Variante man bevorzugt, bleibt Geschmackssache.

Die Träger-Hose geht bis über den Bauch: gut für die Wärmeisolation, umständlich bei Boxenstopps.

Die Träger-Hose geht bis über den Bauch: gut für die Wärmeisolation, umständlich bei Boxenstopps.

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Fazit

250 Euro für ein Set aus Radjacke und Radhose sind eine Menge Geld. Tatsache ist aber, dass man hochwertige Ausrüstung benötigt, wenn man im Winter lange draußen Radfahren möchte. Bis zu den ersten Frühlingstagen vergeht noch etwas Zeit, und wer nicht auf der Rolle trainieren möchte, kommt um hochwertige Winterausrüstung wie diese nicht herum.