Das neue Fastskin-Equipment von Speedo

Auf den ersten Blick wird klar, dass Speedo bei der neuen Fastskin-Reihe vieles verändert hat. Doch wie schlagen sich die Produkt in der Praxis? Wir haben sie getestet.

Von > | 1. März 2017 | Aus: EQUIPMENT

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Die Entwicklung des neuen Fastskin-Equipments wurde von Speedo in erster Linie für leistungsorientierten Athleten ausgerichtet. Bei den neuen Schwimmtools soll die Performance im Vordergrund stehen. Umfangreiche und wissenschaftliche Tests sollen im Entwicklungsprozess als Hilfe gedient haben. Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass einige Tools sehr speziell aussehen und nicht unbedingt dem herkömmlichen Standard entsprechen. Wird dieser optische Unterschied auch im Wasser deutlich? Wir haben die neuen Trainingsgeräte getestet. 

 

Fastskin Handpaddles

Die Handpaddles der Fastskin-Reihe fallen sofort durch ihr Aussehen auf. Doch die optische Aufmachung ist nicht wahllos getroffen worden: Die Passform soll jeder Handform den nötigen Halt geben können. Die Flügelhalterung umschließt bei der Nutzung die komplette Hand und sorgt so für einen sicheren Sitz. Damit soll es möglich sein, verschiedene Schwimmstile mit sauberer Ausführung trainieren zu können. Die Handflächen sind flexibel und sollen Einfluss auf das Wassergefühl nehmen.

Testeindruck: Die Handpaddles machen beim Schwimmen stets einen stabilen Eindruck und weichen nicht aus der fixierten Position. Auch das Rücken- und Brustschwimmen ist problemlos möglich. Es entsteht in der Tat ein etwas anderes Wassergefühl als bei herkömmlichen Paddles, was wohl in erster Linie auf die Form und darauf zurück zu schließen ist, dass die Paddles nur an einem Finger befestigt sind. Außerdem geben sie beim Schwimmen in den Handflächen etwas nach, wodurch die Hände nicht starr durchs Wasser gezogen werden und einen natürlichen Armzug ermöglichen. Die Größe ist gut gewählt, erhöht den Wasserwiderstand spürbar, ist allerdings nicht zu groß, um schon nach kurzen Distanzen in der Technik unsauber zu werden. Speziell für Schwimmer, bei denen die Technik vor der Kraft im Training steht, sind die Paddles eine Empfehlung. 

 

Ungewohnter Aufbau: Die besondere Art der Konstruktion ist auch im Wasser spürbar. Der Preis für die Handpaddles liegt bei 33 Euro.

Ungewohnter Aufbau: Die besondere Art der Konstruktion ist auch im Wasser spürbar. Der Preis für die Handpaddles liegt bei 33 Euro.

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In Zusammenarbeit mit mehreren Leistungsschwimmern wurde die neue Fastskin-Reihe entwickelt.

In Zusammenarbeit mit mehreren Leistungsschwimmern wurde die neue Fastskin-Reihe entwickelt.

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Fastskin Kick Fins

Die Flossen aus der Fastskin-Serie wurden mit Hilfe von 3D-Scans konstruiert. Dadurch soll die Fußform einen perfekten Sitz gewährleisten. Seitlich eingearbeitete Lamellen sollen für einen sehr kraftvollen Wasservortrieb sorgen. Außerdem soll eine extreme Gewichtseinsparung optimale Bedingungen für schnelle Wenden bieten. 

Testeindruck: Die breite Beschaffenheit der Flossen sorgt dafür, dass extrem viel Wasser pro Beinschlag bewegt werden kann. Besonders bei Delfinbeinschlägen ist spürbar, wie schnell man vorwärts kommt. Schwimmer mit einem relativ schlechten Beinschlag profitieren davon, die Bewegung effizient trainieren zu können. Die Flexibilität der Flossen lässt keine Wünsche offen. Da Triathleten häufig unbewegliche Sprunggelenke haben, werden sie durch den Einsatz der Flossen dazu gezwungen, das Fußgelenk zu überstrecken und mehr Druck auszuüben. Diesen Effekt spürt man ganz deutlich. Auch in Sachen Komfort können die Flossen überzeugen. Die typische Fußform wurde in die Flossen eingearbeitet und ist beim Schwimmen sehr bequem. Auch die Lasche am hinteren Ende stört bei der Nutzung nicht. Wer mit kraftvollem Beineinsatz schwimmt, kann nach einigen Bahnen mit brennenden Oberschenkeln rechnen. Ein sehr hochwertiges und sinnvolles Tool, was mit 63 Euro allerdings auch seinen Preis hat. 

Mit Hilfe von 3D-Scans der Fußformen wurden die Flossen der Fastskin-Serie konstruiert.

Mit Hilfe von 3D-Scans der Fußformen wurden die Flossen der Fastskin-Serie konstruiert.

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Fastskin Pullbuoy

Auch die Pullbuoy fällt sofort durch ihr ungewöhnliches Design auf: Sie ist nicht gleichmäßig geformt, sondern tropfenförmig. Das ergonomische Design soll die Körperhaltung im Wasser verbessern, damit man sich als Schwimmer ganz auf seinen Armzug konzentrieren kann.

Testeindruck: Die Pullbuoy soll zwar viel Auftrieb bieten, ist darin gefühlt aber etwas schlechter als Kokurrenzprodukte. Insgesamt macht das Tool einen relativ schweren Eindruck, was auch an dem plastikartigen Material liegt, das etwas mehr Gewicht auf die Waage bringt, als die üblichen Schaumstoff-Geräte. Die Größe der Pullbuoy kam bei einer kleinen Testerin besser an als bei einer großen Person. Der Preis beträgt 30 Euro.

Die Pullbuoy ist ergonomisch geformt, der breitere Teil ist die Vorderseite.

Die Pullbuoy ist ergonomisch geformt, der breitere Teil ist die Vorderseite.

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Fastskin Kickboard

Auch das aus EVA-Schaum gefertigte Kickboard wurde auf eine hydrodynamisch möglichst günstige Form entwickelt. Eine angedeutete Finne soll für mehr Spurtreue sorgen.

Testeindruck: An den Kanten ist das sonst glatte Schwimmbrett leicht angerauht, dadurch hat man einen guten Griff. Auf der Unterseite hat das Brett eine kleine Finne, die Oberseite ist eben. Insgesamt liegt das Kickboard gut im Wasser und vermittelt genügend Auftrieb. Mit einem Kaufpreis von 40 Euro gehört Speedos Brett nicht zu den günstigsten, das Material macht jedoch einen sehr hochwertigen und langlebigen Eindruck.

Das Fastskin-Kickboard von unten.

Das Fastskin-Kickboard von unten.

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