Die Polar M200 im Test

Mit der M200 möchte Polar die technische Hürde für Laufeinsteiger so flach wie möglich halten und nur die nötigsten Funktionen überschaubar anbieten. Wir haben getestet, was die Uhr alles kann.

Von > | 26. Dezember 2016 | Aus: EQUIPMENT

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Bedienbarkeit und Fazit

Die Uhr kommt mit nur zwei Knöpfen aus, links und rechts am Gerät. Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass man zum Scrollen durchs Menü kurz und zum Auswählen bzw. Starten des Trainings lang drückt.  Die Menüführung ist relativ simpel, worüber sich Anfänger aber freuen dürften. Während der Aktivität können auf dem Zwei-Farben-Display entweder Puls und Zeit oder Strecke und Pace angezeigt werden. Ein nettes Feature: Wenn man beim Laufen mit der Armbewegung aufhört und die Uhr zum Ablesen nach vorn hält, leuchtet das Display automatisch. Schade hingegen ist, dass die Uhr bei Stillstand an der Ampel keine Autostopp-Funktion anbietet.

Etwas komplexer wird das Fuktionsangebot, wenn man die Uhr über Bluetooth mit der Polar-App koppelt oder am Computer synchronisiert. Die Bluetooth-Verbindung funktionierte im Test noch nicht reibungslos, was aber auch unterschiedlichen Smartphone-Modellen geschuldet sein kann. Die Synchronisation am PC lief reibungslos und unkompliziert, was auch daran liegt, dass kein Adapterkabel benötigt wird. Die Uhr hat einen USB-Anschluss und kann direkt in den PC oder MAC gesteckt werden. Im Webservice Polar Flow lassen sich Herzfrequenzzonen, Trainingsziele und einiges mehr auswählen und übertragen.

Besonders für Gelegenheitssportler ist die Aktivitätstracking-Funktion interessant. Die M200 misst nicht nur, wieviel man in Bewegung ist, sondern warnt auch bei Inaktivität und soll sogar die Schlafqualität beurteilen können. Wer die Uhr den ganzen Tag trägt, kann sie mit Armbändern in verschiedenen Farben anpassen. Das Prinzip ist simpel, das Kunststoffarmband wird über die Uhrenkörper gezogen. Herauszufallen droht die Uhr nicht, allerdings vermuten wir, dass die Lebensdauer der Armbänder nicht unendlich lang ist, auch, weil man sie zum Aufladen und Synchronisieren per USB abnehmen muss.

Die Wechselarmbänder sind in verschiedenen Größe erhältlich und kosten 19,95 Euro. Die M200 trägt sich sehr bequem, ist leicht und drückt nicht am Handgelenk.

Die Wechselarmbänder sind in verschiedenen Größe erhältlich und kosten 19,95 Euro. Die M200 trägt sich sehr bequem, ist leicht und drückt nicht am Handgelenk.

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Fazit

Die M200 von Polar ist ein Uhr für Laufeinsteiger. Sie punktet mit übersichtlichen Funktionen und hoher Alltagstauglichkeit. Kritikpunkte wie langsame GPS-Verbindung und fehlende Autostopp-Funktion dürften Anfängern nichts ausmachen. Zudem richtet sich die Uhr mit einem Kaufpreis von 149,95 Euro auch preislich ganz an Gelegenheitssportler. Für ambitionierte Triathleten kommt die M200 wahrscheinlich nicht infrage, alle anderen bekommen eine solide Sportuhr zum fairen Kurs.