Die "SEO7R" von Ledlenser im Test

220 Lumen Leuchtstärke, 130 Meter Reichweite, 20 Stunden Akkulaufzeit: Die Leistungsdaten der SEO7R von Ledlenser beeindrucken. Wir waren im Dunkeln mit der Hochleistungslampe unterwegs.

Von > | 20. Januar 2017 | Aus: EQUIPMENT

Foto >Lennart Klocke / spomedis

Stirnlampen gehören nicht unbedingt zu den besonders angesagten Ausrüstungsgegenständen für Läufer. Aber wer auch in den dunklen Monaten nach Feierabend seine Runde im Stadtpark oder im Wald drehen möchte, weiß die Vorteile guter Beleuchtung zu schätzen. Das Modell SEO7R ist das Topmodell der Firma Ledlenser und soll laut Hersteller alles bieten, was man sich von einer modernen Stirnlampe wünscht.

Sehen, statt nur gesehen werden

Für Läufer am wichtigsten: der Sicherheitsaspekt. Mit aktivierter SEO7R wird der Läufer zum Aktivposten im Straßenverkehr. Statt nur mit schwacher Beleuchtung das Gesehen-Werden zu verbessern, leuchten die 220 Lumen locker auf dem Niveau einer guten, StVZO-zugelassenen Fahrradlampe. Zusätzlich ist das Kopfband komplett mit Reflektoren überzogen, selbst von hinten angeleuchtet, strahlt man zurück.

Die volle Leuchtleistung ist aber nur notwendig, wenn man sich entweder in starkem Straßenverkehr bemerkbar machen möchte, oder den nächtlichen Wald großflächig ausleuchten möchte. Um die Akkulaufzeit zu verlängern oder entgegenkommende Mitmenschen nicht zu blenden kann man die Stirnlampe mit einem Knopfdruck dimmen oder stufenlos herunterregeln, indem man den Knopf gedrückt halt. Mit einem weiteren Knopfdruck lässt sich auch ein Blink-Modus aktivieren. Damit hat man im Straßenverkehr die maximale Aufmerksamkeit sicher, aber möglicherweise auch den Unmut anderer Läufer. Und auch als Rücklicht kann die SEO7R genutzt werden: Drückt man den einzigen Bedienknopf ungefähr fünf Sekunden, erscheint statt der weißen LED ein kleines rotes Licht.

Mit der Stirnlampe liefert Ledlenser einen Akku, der sich per USB-Kabel schnell aufladen lässt. Ein besonderer Clou: Das Batteriefach ist so konstruiert, dass sowohl der mitgelieferte Akku, als auch Standard-Batterien hereinpassen.

Mit der Stirnlampe liefert Ledlenser einen Akku, der sich per USB-Kabel schnell aufladen lässt. Ein besonderer Clou: Das Batteriefach ist so konstruiert, dass sowohl der mitgelieferte Akku, als auch Standard-Batterien hereinpassen.

Foto >Lennart Klocke / spomedis

Der Praxistest

Wie schlägt sich die Lampe nun beim Training? Das Kopfband hat an der Innenseite einen Gummiüberzug und damit bleibt die Stirnlampe an Ort und Stelle, egal ob mit Mütze oder an den Haaren. Auch die Länge des Bands lässt sich schnell und leicht einstellen. Das Gewicht bemessen wir mit 97 Gramm, damit macht sich die Stirnlampe während der Laufbewegung nicht übermäßig bemerkbar. Für die meisten Läufer sollte die Leuchtleistung auf mittlerer Stufe ausreichend sein. Im dunklen Park wird der Weg so gut ausgeleuchtet, dass einem weder Pfützen noch Äste auf dem Weg entgehen. In acht Stufen lässt sich der Lampenkopf neigen, sodass man weiter nach vorn oder in den Nahbereich leuchten kann. Anhand eines Drehmechanismus kann man den Lichtkegel entweder weit streuen oder fokussieren.

Gehäuse und Band machen einen robusten und hochwertigen Eindruck. Laut Hersteller Ledlenser verfügt die SEO7R über die Schutzklasse IPX6, womit die Stirnlampe gegen starkes Strahlwasser und Staub gewappnet ist. Wo ist also der Haken?

Foto >Hersteller

Fazit

Mehr geht nicht, die SEO7R ist nicht nur für Läufer, sondern auch für Höhlenforscher, Dschungel-Expeditionsteilnehmer und sicherheitsbewusste Radfahrer interessant. Und genau das ist der einzige Negativpunkt, denn für den reinen Einsatz beim Lauftraining ist die Stirnlampe mit dem stolzen Preis von 94,90 Euro überqualifiziert. Die Anschaffung lohnt sich nur für Läufer, die wirklich viel nachts unterwegs sind oder sich im Straßenverkehr sicher fühlen möchten. Für alle anderen gibt es Alternativen mit einem deutlich besseren Preis-Leistungs-Verhältnis.