Wattmessung für Läufer

Welchen Vorteil bietet die Wattmessung für Läufer? Sind die auf dem Markt erhältlichen Produkte schon ausgereift genug? Wo geht die Reise hin? Antworten auf diese Fragen finden Sie in der aktuellen triathlon 143.

Von > | 12. September 2016 | Aus: EQUIPMENT

Teaser t143 Wattmessung für Läufer

Foto >spomedis GmbH

Auszug aus der t143: Es gibt eine Vielzahl dunkler Geschichten im Radsport, aber nur in ­wenigen spielen Wattwerte eine Rolle. Eine ­dieser Geschichten handelt von Christopher Froome und seinem Sieg bei der Jubiläumstour 2013. Und die geht so: Gleich bei der ersten ­Pyrenäen-Etappe lieferte der schmächtige Brite vor den Augen der Zuschauer ein Schauspiel der Extraklasse ab. Beim Aufstieg nach Ax 3 Domaines versetzte er seine Konkurrenz in bloßes Staunen und soll dabei unglaubliche 446 Watt auf die Pedale gebracht haben. Viel weniger haben ­Lance ­Arm­strong und Jan Ullrich auf der gleichen Strecke ­einige Jahre zuvor auch nicht getreten. Das provozierte natürlich zu erwartende Reaktionen: Von allen Seiten hagelte es stakkatoartig Doping-Vorwürfe. Mediziner äußerten sich, dass Werte von 410 Watt als „verdächtig“ gelten, bei über 450 Watt wäre man im Bereich des ­Unmenschlichen. Wie auch immer Froomes wunder­same Leistung zustande gekommen sein mag, Wattwerte waren spätestens jetzt in aller Munde – und keine exklusive Währung zahlenverliebter Radfahrer mehr. ­Warum dient gerade Watt als verlässliche Vergleichsgröße? Die Antwort überrascht erst mal wenig: Weil die Werte höchst präzise und objektiv sind. Deswegen kann man sie – wie in Froomes Fall – bestens vergleichen. Der Pulsschlag ist hierfür zu individuell, da er vom Flüssigkeitshaushalt und der Temperatur, von der Schlafqualität und weiteren Faktoren beeinflusst wird. Ein Leistungsmesser misst hingegen sehr genau die tatsächlich verrichtete Arbeit über einen bestimmten Zeitraum. Christopher Froome hat übrigens die 100. Tour de ­France gewonnen. Viele Experten prophezeiten den Triumph des Briten allerdings schon weit vor der letzten Etappe – ihnen genügte offenbar allein der Blick auf Froomes Wattwerte.

Den kompletten Text lesen Sie in der aktuellen Ausgabe. Die t143 ist am Kiosk, im Web-Shop oder digital erhältlich.