Rat vom Rad: Nimm mich!

Rennrad oder Zeitfahrrad? Alu oder Carbon? Fachhandel oder Versand? Wer mit Triathlon beginnt und ein Rad kaufen möchte, muss eine Menge Entscheidungen treffen. Hilfe gibt's im triathlon special 1/2014 - aus der Sicht Ihres neuen Trainingsbegleiters.

Von > | 4. Mai 2014 | Aus: EQUIPMENT

_MIK5517 | Radwahl

Radwahl

Foto >Gore Bike Wear

Tauschen möchte ich jetzt wirklich nicht mit dir. Was für eine Entscheidung! Es geht schließlich um eine langjährige ­Beziehung, da will man ja nichts falsch machen. Schon gar nicht die ­Katze im Sack kaufen! Ich als dein neues Rad gebe dir jetzt mal einen Rat. Oder am besten mehrere, vielleicht kann ich dir dann bei der Entscheidungs­findung helfen. So ein Radkauf will schließlich gut überlegt sein. Fassen wir mal zusammen: Du bist Triathlet oder möchtest einer werden. Damit du in der zweiten Diszi­plin mithalten kannst, brauchst du unbedingt ein entsprechendes Fahrzeug. Das soll nicht nur ein alltagstauglicher Trainingsbegleiter sein, sondern deine Ansprüche an Komfort und Ästhetik erfüllen, dich von einem Geschwindigkeitsrausch in den nächsten tragen und dekorativ zu deinen Outfits passen. Mehr noch: Es soll dein Budget nicht über­strapazieren (Triathleten brauchen ja noch diverse Ausrüstungsteile) und prompt rea­gieren, sobald dein Finger am Schalt­hebel zuckt. Keine einfache Aufgabe, die du dir da vorgenommen hast. Aber auf jeden Fall eine lösbare.

Wo fahren wir denn hin?

Fakt ist: Ich, dein Rad, muss zu dir passen. Sonst werden wir auf lange Sicht nicht glücklich. Du hast ja nichts davon, wenn du dir jetzt den Zeitfahrboliden des letztjährigen Hawaiisiegers zulegst, aber schon nach 30 Kilometern mit verrenktem Rücken und Nackenschmerzen absteigen musst. Mal ganz abgesehen von der Leere, die so ein Rad auf deinem Konto hinter­ließe. Bevor du jetzt losläufst und im Laden um die Ecke das erstbeste Schnäppchen erstehst, solltest du dir ein paar Dinge durch den Kopf gehen lassen: Was erwartest du von mir? Wo werden wir zusammen fahren? Welche Distanzen sollen wir zurücklegen? Starten wir bei Rennen, oder willst du eher auf mir trainieren? Wie viel Geld kannst du für mich hinblättern? Brauchst du noch weiteres Equipment, das du mit einrechnen solltest?

Für einen Triathloneinsteiger ­bietet es sich an, erst mal ein Rennrad zu ­kaufen. Mit mir als Rennrad hättest du eine ­Menge Spaß! Denn ich lasse mich im Training problemlos in Gruppen integrieren, füge mich ganz unkompliziert ein. Man ­könnte sagen: Ein Rennrad ist alltagstauglicher als ein Triathlonzeitfahrrad. Und falls du wirklich Gefallen am Triathlon findest und längere ­Strecken ausprobieren möchtest, ließe es sich später unkompliziert in einen Triathlon­renner ­umfunktionieren: ein schicker Lenker­aufsatz, vielleicht noch schnelle Aero­laufräder – fertig! Soll ich lieber ein Zeitfahrrad sein, bedenke Folgendes: Dann wäre ich zwar schneller, aber nur, wenn wir gemeinsam unter dem Fahrtwind hindurchtauchen. Du müsstest also wirklich in Aerohaltung fahren – und zwar möglichst die ganze Zeit. Das ist alles andere als trainingsgruppenkompatibel; stell’ dich auf einsame Ausfahrten ein. Aber freu’ dich auch auf ein ganz neues Geschwindigkeits­erlebnis! Ein Zeitfahrrad ist immer ein Kompromiss aus Komfort und ­Aerodynamik. Als ­Triathlet musst du nach dem Radfahren schließlich noch laufen können. Wenn das nicht mehr geht, weil du völlig verspannt von mir herunterkletterst, bringt dir der aerodynamische Vorteil gar nichts.

Den vollständigen Artikel mit weiteren Tipps zum Thema Radkauf lesen Sie im triathlon special 1/2014, das jetzt im Zeitschriftenhandel und unter www.spomedis-shop.de erhältlich ist. Außerdem gibt es unser Einsteiger-Special mit den wichtigsten Tipps rund um Equipment, Training und Rennen in digitaler Form für viele mobile Endgeräte (iOS und Android). Hier können Sie das E-Paper bestellen.

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