Multipower Tri-Team schlägt Wellen

Die Mitglieder des Multipower Tri-Teams stecken mitten in der Vorbereitung auf den Hamburg Triathlon. Und für die wohl anspruchsvollste Einzeldisziplin im Triathlon bekamen sie einen eigenen Coach zur Seite gestellt.

Von > | 28. Juni 2016 | Aus: Das Multipower Tri-Team

Multipower Tri-Team Schwimmtraining | Das Multipower Tri-Team im Schwimmtraining

Das Multipower Tri-Team im Schwimmtraining

Foto >Lennard Kurtze

Schwimmcoach Matthias „Matze“ Lehne stand in der Trainingseinheit den fünf Multipower-Athleten mit Tipps rund um die technisch anspruchsvollste Disziplin zur Seite. Dabei konzentrierte er sich zum einen auf den „Vortrieb“ unter Wasser. Und zum anderen auf die „Entspannungsphase“, also die Bewegung oberhalb der Wasserlinie.

Beides sehr wichtige Aspekte, die wesentlichen Anteil am weiteren Rennverlauf haben. Denn effektives und technisch sauberes Schwimmen entscheidet maßgeblich darüber, wie man an seinem Fahrrad ankommt. Das Multipower Tri-Team wird dementsprechend vorbereitet, und bei allen fünf Mitgliedern wurden anschließend verschiedene Übungen in den Trainingsplan integriert, die ganz individuelle Verbesserungen bringen sollen.

Multipower Tri-Team beim Schwimmtraining | Coach Lehne im Gespräch mit den Mitgliedern des Multipower Tri-Teams

Coach Lehne im Gespräch mit den Mitgliedern des Multipower Tri-Teams

Foto >Lennard Kurtze

Ein häufiges Problem, sagt Schwimmcoach Lehne, sei die fehlende Rumpfstabilität. Durch diese entsteht eine ungünstige Wasserlage, die wiederum dazu führt, dass zu viel Energie verbraucht wird, um an der Oberfläche zu bleiben, statt für Vortrieb zu sorgen. Gerade deswegen sind für Triathleten Rumpfstabilisations-Übungen ein sehr wichtiges Trainingselement.

„Ein weiterer Fehler bei Agegroupern“, sagt Lehne, „sind zu viele Züge beziehungsweise zu viel Bewegung. In der Ruhe liegt die Kraft!“ Beim Schwimmen sollte man immer achtsam mit seinen Kräften umgehen und versuchen, den Wasserwiderstand für den Vortrieb zu nutzen. Eine schlechte Wasserlage kann meist durch die Veränderung der Kopfhaltung positiv beeinflusst werden. Der Blick sollte zwei bis drei Meter nach vorne/unten gerichtet sein.

Das Team im Überblick

Johann  

Johann ist bereits ein sehr guter Schwimmer und fühlt sich im Wasser sichtlich wohl. Die Videoanalyse hat gezeigt, dass er noch etwas mehr an seiner Streckung arbeiten kann. Seine tatsächliche Länge kann im Wasser noch weiter optimiert werden. Darüber hinaus gehört Johann zu den Triathleten, die über die Beinarbeit noch Geschwindigkeit aufnehmen können. Setzt Johann die im Trainingsplan integrierten Übungen konsequent um, dann liegt hier durchaus großes Potenzial.

Schwimmtraining Multipower Tri-Team | Johann ist in seinem Element

Johann ist in seinem Element

Foto >Lennard Kurtze

Mark

Mark kommt vom Schwimmen und verfügt mit seinen fast 30 Jahren Schwimmerfahrung über ein sehr gutes Gefühl für das Wasser. Allerdings hat sich in der Technik das eine oder andere im Laufe der Jahre verändert. Genau hier liegt für Mark die große Herausforderung. Aus einem bekannten Bewegungsmuster auszubrechen ist meist aufwändiger als das Erlernen einer Bewegung. Außerdem bremst Mark sein Alltag ab und zu aus. Auf Grund seines Berufs hat er nicht immer Wasserflächen zur Verfügung. Man kann gespannt sein, was Mark verändert und neu automatisiert bekommt. Er ist jedoch unglaublich wissbegierig und zudem hoch motiviert.

Multipower Tri-Team Schwimmtraining | Mark mit Coach Matthias Lehne

Mark mit Coach Matthias Lehne

Foto >Lennard Kurtze

Matti

Matti ist Radfahrer und sieht das Schwimmen eher als „unebenen Weg“ zum Fahrrad. Diese Strecke meistert er allerdings mit unglaublich viel Ehrgeiz und Kraft. Das Training und die Videoanalyse haben gezeigt, dass er noch ein bisschen mehr an seiner Wasserlage und am Körpergefühl arbeiten kann. Er hat zwar viel Kraft, die den Vortrieb erzeugt, aber durch eine bessere Wasserlage und ein gesteigertes Körpergefühl kann die „Schwimm-Effizienz“ gesteigert werden. In Zukunft schwimmt Matti mit viel „Kopf“. Schafft er das, werden sich schnell Erfolgserlebnisse im Wasser einstellen.

Multipower Tri-Team Schwimmtraining | Für Radfahrer Matti ist das Schwimmen der Weg zu seiner Lieblingsdisziplin.

Für Radfahrer Matti ist das Schwimmen der Weg zu seiner Lieblingsdisziplin.

Foto >Lennard Kurtze

Sarah

Sarah hat in ihrer noch recht kurzen Triathlonkarriere wenig Rückmeldung zu ihrem Schwimmstil bekommen und hat sich vieles selbst beigebracht. Mit ordentlichem Erfolg. Aber auch bei ihr darf noch mehr Effizienz in die Bewegungen gebracht werden. Sarah benötigt einfach viel Zeit im Wasser, damit sich ein besseres Wassergefühl einstellen kann. Wenn sie ganz genau merkt, wo der Widerstand sitzt und ihn entsprechend für Geschwindigkeit nutzt, dann macht sie einen großen Sprung. Sarah ist super motiviert und „saugt“ die Übungen und Bemerkungen auf wie ein Schwamm!

Multipower Tri-Team Schwimmtraining | Sarah schwimmt zum ersten Mal unter Anleitung eines Trainers.

Sarah schwimmt zum ersten Mal unter Anleitung eines Trainers.

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Marieke 

Marieke hat aufgrund ihrer körperlichen Maße die besten Voraussetzungen für schnelles und effektives Schwimmen. Bisher hat sie aber eher „lose“ durch das Wasser gezogen und sich gewundert, dass eben nicht viel Geschwindigkeit herausgekommen ist. Der „Fehler“ war in den Videoaufnahmen fix gefunden. Nun heißt es: Kraft aufbauen, Widerstand festhalten und Geschwindigkeit aufnehmen. Schafft sie dies, dann ist in der ersten Disziplin noch einiges von ihr zu erwarten.