Erfolgreich durchs neue Jahr: mit triathlon knowhow Nr. 5!

Frank Wechsel / spomedis

triathlon knowhow Nr. 5
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triathlon knowhow Nr. 5 Erfolgreich durch das Triathlonjahr

triathlon knowhow | 2. Januar 2013
Triathlet ist man nicht nur in der Zeit zwischen Start und Finish. Triathlet ist man das ganze Jahr über. Denn die Vorbereitung auf ein erfolgreiches Rennen beginnt nicht erst beim Check-in, sondern schon Monate vorher. Mit der neuen triathlon knowhow Nr. 5 begleiten unsere Experten Sie durch ein komplettes Triathlonjahr.
Noch zehn Sekunden bis zum Start, plötzlich wird es ganz still. Hunderte halten den Atem an, während der Streckensprecher die Zeit herunterzählt: Neun, acht ... Leise plätschern kleine, kalte Wellen gegen Ihre Knöchel, Ihr Herz schlägt bis zum Hals, Ihr Finger liegt auf der Stoppuhr. Sieben, sechs ... Haben Sie an alles gedacht? Fünf, vier ... Wie werden Sie den Tag überstehen? Drei, zwei ... Wird noch Kraft für ­einen Endspurt bleiben? Eins – Schuss. Der Moment, in dem sich alle Anspannung entlädt. Der Moment, auf den Hunderte gewartet haben. Der Moment, auf den Sie und alle um Sie herum monatelang hintrainiert haben. Der wichtigste Moment des Triathlonjahres?
Nicht ganz. Vielleicht der aufregendste, der spannendste, der am ungeduldigsten erwartete. Aber sicher nicht der wichtigste! Triathlet sind Sie nicht nur am Renntag. Triathlet sind Sie, streng genommen, das ganze Jahr über. Oder zumindest von dem Moment an, an dem Sie sich den Start bei einem Rennen vornehmen. Natürlich hängst das auch davon ab, auf welcher Dis­tanz Sie starten möchten: Als Anfänger brauchen Sie sicherlich weniger Struktur und Vorplanung als ein Langstreckler, der sich für den Ironman Hawaii qualifizieren möchte. Aber wer in der Saison erfolgreich sein will oder sich im Vergleich zum vergangenen Jahr verbessern möchte, für den fängt das Triathlonjahr nicht erst mit der ersten Radausfahrt in Kurz-Kurz an, nämlich schon im Herbst. Denn eigent­lich hat auch so ein Triathlonjahr vier Jahreszeiten.
Los geht’s mit der Saisonplanung, sozusagen dem triathletischen Frühling. Eigentlich noch ganz entspannt, denn bevor Sie voll ins Training einsteigen, sollten Sie sich einige Fragen stellen: Was möchten Sie im Sommer überhaupt erreichen? Welche Ziele sind für Sie realistisch – wenn Sie sich Ihre Ergebnisse aus dem Vorjahr anschauen? An welchen Rennen möchten Sie teilnehmen und wie lange müssten Sie sich dann darauf vorbereiten? Haben Sie genug Zeit dafür oder könnten berufliche oder private Ereignisse wichtiger sein? Sich noch vor der Adventszeit mit den Wettkämpfen des nächsten Sommers zu beschäftigen, fühlt sich seltsam an; diese Rennen sind ja noch so weit weg! Eine bewusste und möglichst genaue Planung zahlt sich aber aus. Weil Sie dann nicht einfach drauflostrainieren, sondern sich genau überlegen können, was in der zweiten Triathlon-Jahreszeit ansteht: der Trainingsphase.
In dieser Zeit legen Sie zunächst die Grundlage, auf der alles aufbaut. Je näher dann die Rennen rücken, desto spezifischer und zielgerichteter trainieren Sie. Im dritten Kapitel dieser Ausgabe haben wir eine „Jahreszeit“ zusammengefasst, die Sie zwar nicht unbedingt durchlaufen müssen, Sie aber einen großen Schritt voranbringen kann: die Trainingslagerzeit. Und dann wird es auch schon ernst: In der Wettkampfphase zwischen Mai und September können Sie endlich zeigen, worauf Sie monatelang hintrainiert haben – genießen Sie diese Zeit! Und freuen Sie sich auf jede Diszi­plin, jeden Kilometer, jeden Meter auf der Zielgeraden. Jetzt zeigt sich, ob Sie bei der Planung alles richtig gemacht haben, ob Ihre Ziele realistisch waren, ob Ihr Training angeschlagen hat.
Von Heißdüsen oft zu Unrecht vernachlässigt wird die letzte Jahreszeit eines Triathlonjahres: die sogenannte Off-Season oder Übergangsperiode. Sie hat mit Triathlon am wenigstens zu tun – und das ist auch gut so. Denn in dieser wichtigen Phase schöpfen Sie neue Kraft, gönnen Kopf und Körper eine verdiente Pause und gewinnen Abstand vom Sport. Und den brauchen Sie, wenn Sie mit frischem Kopf und ausgeruht die Planung Ihrer nächsten Saison in Angriff nehmen. Klingt alles zu kompliziert? Dann lesen Sie einfach weiter, wir helfen Ihnen.
 
DIE KAPITEL DIESER AUSGABE
 
1. Saisonplanung
Damit Sie mit einem realistischen Plan in den Händen nach vorn stürmen können, müssen Sie zunächst zurückschauen. Wir helfen Ihnen bei der Planung der kommenden Saison – von der Analyse der ­Ergebnisse aus dem letzten Sommer über die verschiedenen Trainingsformen bis zur mentalen Saisonvorbereitung. Plus: ein Trainingsplan über sechs Monate für Kurz- und Langstreckler.
 
2. Training
Von A wie Ausdauer bis Z wie Zuckerverwertung – hier dreht sich alles um die optimale Saisonvorbereitung in der Praxis. Lesen Sie, wie Sie eine solide Grundlage legen und richtig koppeln, warum gute koordinative Fähigkeiten so wichtig sind und welche entscheidende Rolle eigent­lich Schnelligkeit in einem Ausdauerwettkampf spielt. Plus: die wichtigsten Übungen für mehr Kraft, ­Koordination und Beweglichkeit.
 
3. Trainingslager
Wer im Frühjahr in die Sonne fliegt, verschafft sich ­einen entscheidenden Vorsprung – im Sonne-Tanken und Kilometer-­Sammeln. Wir zeigen ­Ihnen, was Sie bei der ­Trainingsplanung beachten müssen und warum die Zeit nach dem Camp eine heikle Phase ist. ­Außerdem stellen wir Ihnen die schönsten Reiseziele für Triathleten vor und die Idee des Höhentrainings. Nur die Koffer packen müssen Sie noch selbst!
 
4. Wettkämpfe
Endlich! Von Mai bis September können Sie zeigen, wie fit Sie sind. Ernten Sie den Lohn für die Mühen der vergangenen Monate und genießen Sie die schönste Zeit im Triathlonjahr! Um alles andere kümmern wir uns. Denn wir begleiten Sie durch den Sommer – vom prickelnden Vorstart-Lampen­fieber über den wichtigsten Tag des Jahres bis zum zweiten Höhepunkt. Außerdem: Tipps für Taper-Perfektionisten und Taktik-Füchse.
 
5. Off-Season
Füße hoch! Mit der Übergangsperiode schließt sich der Kreis. Denn nach der Saison ist vor der Saison ist nach der Saison ist ... – jetzt aber erst mal Pause! Lesen Sie, wie Sie Ihren Körper bei den Reparaturarbeiten unterstützen können, warum auch der Kopf etwas Abstand verdient hat und was im Wintertraining wichtig ist. Plus: Die effektivsten Alternativsportarten garantieren völlig neue Trainingsreize – und jede Menge Spaß!

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