Zecken lauern überall - vor allem für Triathleten, die häufig im Wald und auf Wiesen trainieren.

Frank Wechsel / spomedis

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Zeckenstich Augen auf beim Dauerlauf

Training | 8. Juni 2012
Sportler, die häufig in der Natur unterwegs sind, begegnen ihnen zwangsweise: Denn lästige Zecken lauern überall am Wegesrand, an Gräsern und in niedrigen Büschen und sind damit auch für Triathleten einen potenzielle Gefahr. Mit etwas Pech haben sie sogar noch Borreliose im Gepäck.
Jedes Jahr erkranken in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bis zu 230.000 Menschen an Borreliose. Übertragen wird das Borreliose verursachende Bakterium durch Zecken. Gerade als Sportler sollte man über vorbeugende Maßnahmen und die Behandlung im Fall eines Stichs Bescheid wissen.

Frühzeitig entfernen

Wer sein Training häufig in Wäldern oder auf Feldwegen absolviert, sollte seinen Körper regelmäßig auf Zecken untersuchen. Am besten gleich beim Duschen nach der Trainingseinheit. Die kleinen schwarzen Tiere aus der Gruppe der Milben stechen am liebsten an Körperstellen mit sehr dünner Haut, zum Beispiel in der Kniekehle, der Leistengegend oder an der Kopfhaut. Hat die Zecke bereits zugestochen, sollte sie so schnell wie möglich entfernt werden, denn übertragen werden die gefährlichen Borrelien in der Regel erst nach 12 bis 24 Stunden. Hilfreich sind Zeckenkarten, -schlingen oder -zangen. Dass die Zecke nicht gequetscht wird, ist sehr wichtig, weil der Körper der Zecke in diesem Fall wie eine Spritze wirkt und Borrelien direkt in die Haut injiziert werden. Mit einer geradlinigen Bewegung kann die Zecke aus der Haut herausgezogen werden. Von der Benutzung von Öl oder Klebstoff, um die Zecke zu betäuben, raten Experten dringend ab, weil das die Zecke dazu verleitet, mehr Speichel und damit unter Umständen auch Borrelien abzugeben. Ist die Zecke vollständig entfernt, sollte die Stichstelle desinfiziert werden.
Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einer Infektion, äußert sich Borreliose im ersten Stadium durch eine kreisförmige Rötung rund um die Stichstelle. Wenn Symptome wie Fieber, Muskel- oder Gelenkschmerzen auftreten, sind die Erreger bereits in Blut- und Lymphbahnen gelangt. Mit bestimmten Antibiotika kann ein Arzt die Generalisierung der Krankheit und somit einen Befall des zentralen Nervensystems verhindern. Neben Borreliose können Zecken auch die eher seltene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen.