Quallen-Alarm! Backpulver und Weinessig in die Strandtasche

Training | 12. Juli 2012
Familienurlaub am Strand ist die beste Gelegenheit, das Schwimmtraining ins Meer zu verlegen. Doch Vorsicht vor wabbeligen Mitschwimmern: Begegnen Sie einer Qualle, kann das unangenehme Folgen haben.
Quallen am Strand sorgen eher selten für Begeisterung. Das liegt vor allem an ihrer feurigen Reaktion, wenn sie einem Schwimmer in die Quere geraten: Über sogenannte Nesselzellen sondern manche - auch in Nord- und Ostsee heimische - Arten zur Abwehr ein Sekret ab, sobald sie berührt werden. Dieses kann Rötungen, brennende Schmerzen und/oder juckenden Ausschlag verursachen - insgesamt gleichen die Symptome einer leichten Verbrennung. Wenn Sie die betroffenen Stellen nicht behandeln, können über mehrere Monate hinweg Hautveränderungen und in Einzelfällen sogar Narben zurückbleiben.

Bloß kein Süßwasser!

Auf keinen Fall sollten Sie die Hautregion, die mit der Qualle in Kontakt gekommen ist, mit Süßwasser abwaschen: Die das Sekret enthaltenden Nesselkapseln bleiben beim Abstreifen zu etwa 80 bis 90 Prozent intakt. Allerdings zerplatzen sie, sobald sie mit Süßwasser in Berührung kommen - und noch mehr Nesselgift wird frei. Eventuell vorhandene Reste der Qualle können Sie vorsichtig mit einer Pinzette entfernen.
Es lohnt sich, sich vor der Reise über die am Urlaubsort heimischen Quallenarten zu informieren, denn je besser Sie Bescheid wissen, desto zielgerichteter können Sie sich im Falle eines Falles helfen: So hat sich nach einer Begegnung mit Kompass- und Leuchtquallen in Wasser eingerührtes Backpulver als wirksames "Gegengift"  erwiesen: Es lindert die brennenden Schmerzen deutlich. Das Gift von Feuer- und Würfelquallen können Sie am besten mit handelsüblichem Haushaltsessig (Weinessig) neutralisieren.
Egal mit welcher Qualle Sie beim Schwimmen aneinandergeraten sind: Kühlen Sie die betroffene Hautregion in den darauffolgenden 80 Stunden ruhig immer wieder mit Eis, um Juckreiz, Schwellung und Schmerzen erträglicher zu machen.