Die wichtigsten Begriffe und Abkürzungen

"EMI, CBS und BMG, ADAC, DLRG - ojemine!" Das sangen schon 1999 die Fantastischen Vier. Damit Sie angesichts kryptischer Beschreibungen in Trainingsplänen nicht genauso denken, haben wir die wichtigsten Begriffe und Abkürzungen aus den tt-Trainingsplänen für Sie zusammengefasst.

Von > | 11. Februar 2014 | Aus: TRAINING

tt_legende_trainingspläne | Mit den Trainingsplänen von triathlon training klappt die Saisonvorbereitung. Hier finden Sie alle Abkürzungen und Erklärungen zu den Plänen.

Mit den Trainingsplänen von triathlon training klappt die Saisonvorbereitung. Hier finden Sie alle Abkürzungen und Erklärungen zu den Plänen.

Foto >Frank Wechsel

Abgangszeiten: Sie sind beim Intervalltraining im Wasser wichtig und beziehen sich auf den Zeitpunkt, an dem nach einem Intervall wieder gestartet wird. Bei einer konstanten Abgangszeit richtet sich so die Pause danach, wie lange der Schwimmer für die Schwimmstrecke benötigt hat (Abgangszeit = Schwimmzeit + Pause). Ein Beispiel: Bei einer Abgangszeit von 60 Sekunden kann ein Schwimmer, der 50 Sekunden für das Intervall benötigt, danach 10 Sekunden Pause machen. Je schneller Sie schwimmen, desto länger ist Ihre Pause. Die für Sie passende Abgangszeit berechnen Sie für 50-Meter-Intervalle aus Ihrer Durchschnittszeit für 50 m in einer 400-Meter-Serie, plus zusätzliche 15 Sekunden. Für 100-Meter-Intervalle rechnen Sie zu Ihrer Durchschnittszeit für 100 m in einer 400-Meter-Serie 20 Sekunden dazu.

Dynamic Stability: Das sind die Stabilitätsübungen von tt-Coach Manuela Dierkes. Die Idee: Das ganze Programm kann in nur 15 Minuten und ohne Geräte absolviert werden. Der Clou: Zwischen den Übungen gibt es keine Pausen. Hier finden Sie die Dynamic Stability Übungen für die Monate Dezember und Januar sowie Februar und März als Video.

FQ: Abkürzung für Frequenz, zum Beispiel der Schwimmzüge oder der Schritte beim Laufen.

HFmax: Bezeichnet die maximale Herzfrequenz unter ­Belastung. Am sichersten bei ­einer Leistungsdiagnostik feststellbar. Vorsicht vor Faustformeln!

GA1: Abkürzung für den Grundlagenausdauer­bereich 1. Verbessert Muskelausdauer und aerobe Energie­gewinnung. Die Intensität ist niedrig (65–80 % der HFmax).

GA1/2: Bezeichnet den Übergangsbereich zwischen Grundlagenausdauer 1 und Grundlagenausdauer 2.

GA2: Steht für Grundlagenausdauer­bereich 2. Verbessert aerobe Kapazität, ­Tempo, Motorik. Die Intensität ist mittel bis hoch (80–90 % der HFmax).

EB: Entwicklungsbereich, der am Übergang zur WSA liegt.

WSA: Abkürzung für den Trainingsbereich der wettkampfspezifische Ausdauer. Sie dient zur Vorbereitung auf das Renn- oder Wettkampftempo. Die Intensität ist sehr hoch (> 90 % der HFmax).

KA: Kraftausdauertraining. Stabilisiert und beugt Verletzungen vor. Im Zusammenhang mit Schwimmtraining bedeutet "KA" auch: Kraularme, d. h. der Vortrieb wird nur mit den Armen erzeugt, während die Beine stillgehalten werden (meist steht im Plan dann "KA mit Pull-Buoy (PB)".

Lagen: Bezeichnet eine festgelegte Abfolge der Schwimmstile. Die Lagenreihenfolge: Delfin (D), Rücken (R), Brust (B), Kraul (K).

Lauf-Abc: Laufübungen zur Technik- und Koordinationsschulung. Dazu gehören unter anderem seitliches Überkreuzen, Hopserlauf, Anfersen, Kniehebelauf, Skippings, Rückwärtslaufen, Hinkeschritte, Sprünge mit verschiedenen Betonungen, Sprungläufe und Steigerungsläufe.

RE: Steht für Rekompensations­training. Dient der Erholung bei sehr niedriger Intensität (< 65 % der HFmax).

Rollentraining: Bezeichnet das Training auf einem sogenannten Rollentrainer, auf dem zum Beispiel im Winter in der eigenen Wohnung mit dem Rennrad trainiert werden kann. Das Rennrad wird darin fest eingespannt oder auf eine "freie Rolle" gestellt.

Sprünge: Verschiedene Arten von Sprüngen sollen den Abdruck vom Boden und die Koordination beim Laufen verbesern. Sie können nach einer gründlichen Aufwärmphase als Teil des Lauf-Abcs durchgeführt werden. Bei einem Hocksprung starten Sie aus der Hocke und stoßen sich explosionsartig vom Boden ab, wobei Sie versuchen sollten, die maximale Sprunghöhe zu erreichen. Der Strecksprung unterscheidet sich dadurch, dass beim Sprung die Arme gerade nach oben gestreckt werden. Bei Telemark-Sprüngen, deren Name aus dem Skispringen kommt, landen Sie im Wechsel in Schrittstellung und gehen bei der Landung in die Knie. Danach direkt wieder abspringen.

STL: Steigerungsläufe. Hierbei laufen Sie 80 bis 100 Meter mit steigendem Tempo bis zum Sprint.

TF: Bezeichnet die Trittfrequenz beim Fahrradfahren. Sie wird gemessen in der Anzahl der Kurbelumdrehungen pro Minute (U/min).

Tools: Beim Schwimmen bringen Pull-Buoy (PB) und Paddles (PD) Abwechslung in den Plan.

: Abkürzung für technische Übungen zur Verbesserung der Schwimmtechnik. Auf der Website swim.de finden Sie die 15 besten Technikübungen für den Pool.

Wriggen: Eine Schwimm-Technikübung zur Verbesserung des Wassergefühls. Beim Segeln bezeichnet das Wriggen die Fortbewegung durch Hin- und Herbewegen des Ruders, ohne Wind. Ähnlich funktioniert es auch beim Schwimmen. Sie liegen ruhig auf dem Wasser und bewegen sich lediglich durch eine Wischbewegung der Hände und Arme fort. Verschiedene Varianten sind möglich: a) Schwimmposition auf dem Rücken, Beine voraus. Die Wischbewegung findet mit durchgestreckten Armen über dem Kopf des Schwimmers statt (Wischen nach außen und innen). b) Schwimmposition in Bauchlage, Kopf voraus. Sie winkeln die Arme rechtwinklig zum Körper an (wie zwei Henkel), die Hände zeigen nach unten. Dann bewegen Sie sich durch 8-förmige Wischbewegungen der Hände und Unterarme nach vorn. Die Oberarme stehen steif seitlich vom Oberkörper ab, die Bewegung erfolgt nur aus den Ellbogen heraus.

Zugseiltraining: Ein schwimmspezifisches Kräftigungstraining für Arme und Rumpf. Schwimm-Teilbewegungen werden gegen den Widerstand eines Gummiseils oder Gymnastikbands durchgeführt. Fitnessstudios verfügen oft über festinstallierte Zugseile; zu Hause können Sie sich mit einem um Heizung oder Türklinke gebundenem Gymnastikband behelfen.

 

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