Hautausschlag durch Wasserlarven?

Mit der Freiluft-Saison startet für Triathleten auch die Zeit des Freiwasserschwimmens. Doch Vorsicht: In deutschen Binnengewässern können Parasiten lauern ...

Von > | 18. April 2012 | Aus: TRAINING

Schwimmer steht am See | Schwimmer steht am See

Schwimmer steht am See

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Zugegeben, verglichen mit tropischen Gewässern sind deutsche Seen vergleichsweise harmlos: Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie beim Freiwassertraining im heimischen Baggerloch einem gefährlichen Tier begegnen, ist verschwindend gering. Doch auch in mitteleuropäi­schen Binnengewässern kommen Saugwürmer vor, deren Larven Menschen befallen. Der erste Kontakt erfolgt schmerzlos und wird vom Schwimmer oft gar nicht bemerkt: Die ­Larven, die normalerweise Wasservögel als Wirt bevorzugen, verursachten zunächst rote ­Flecken, die wie Mückenstiche aussehen. ­Im ­Unterhautgewebe ­reagiert dann das Immunsystem auf die Eindringlinge, die dort in der Regel schnell abgetötet werden. Richtig unangenehm wird es dann leider bei der zweiten Begegnung: Das Immunsystem ist dann sensibilisiert und reagiert schnell mit einem stark juckenden Hautausschlag am ganzen Körper. Der heilt zwar nach 10 bis 20 Tagen von allein ab, gegen den Juckreiz in der akuten Phase werden aber entzündungshemmende Salben empfohlen.