Gut gerüstet ins Trainingslager Ich packe meinen Koffer und nehme mit ...

Training | 26. Februar 2013
Die Planungen für das Frühjahrs-Trainingslager liegen bereits hinter Ihnen. Bald geht's los und spätestens dann heißt es auch: Radkoffer packen! Damit Ihr Material sicher und unversehrt am Trainingsort ankommt, sollten Sie es gut verpacken. Mit ein paar Tricks und Kniffen können Sie Bike, Schuhe und Zubehör ganz einfach in die Sonne transportieren lassen.
Logisch, wenn Sie sich schon bei der Buchung des Trainingslagers dazu entschlossen haben, die Trainingskilometer auf einem Leihrad zu absolvieren, können Sie sich vor der Abreise entspannt zurücklehnen. Allerdings werden viele Athleten ihr eigenes Trainingsgerät nutzen, um die Form für die anstehende Saison aufzubauen. Eine gute Entscheidung, denn je eher Sie sich an Sitzposition, Bremsverhalten und das allgemeine Handling Ihres Rads gewöhnen, desto schneller können Sie reagieren, wenn sich beispielsweise Rücken- oder Knieprobleme bemerkbar machen. Ihren Reiseveranstalter bzw. die Fluggesellschaft sollten Sie bereits bei der Buchung informieren und Platz für Sondergepäck hinzubuchen – rechnen Sie mit Mehrkosten von etwa 50 Euro pro Flugstrecke. Nun müssen Sie Ihr Material nur noch entsprechend präparieren. Lassen Sie es ein paar Wochen vor der Abreise beim Mechaniker Ihres Vertrauens durchchecken. Auf folgende Dinge sollten Sie unbedingt achten: Funktionsfähigkeit von Schaltung und Bremsen, Verschleiß der Kette und ausreichend gefettete Lager. Idealerweise lassen Sie auch noch den Lenker mit neuem Griffband umwickeln, um bei langen Ausfahrten lange mit viel Komfort unterwegs zu sein. Informieren Sie sich im Vorfeld unbedingt über die Topografie Ihres Trainingsortes. So kann in der Werkstatt eventuell noch eine passende Übersetzung montiert werden und Sie kippen nicht vom Rad, wenn es plötzlich steiler wird als im heimischen Flachland.

Hartschale oder Pappkarton?

Im besten Fall haben Sie die Möglichkeit das Fahrrad in einem speziellen Radkoffer zu verpacken und zu transportieren. Mittlerweile gibt es neben den Hartschalen-Varianten auch spezielle Taschen, in denen Ihr Rad und das Zubehör den Weg vom Flughafen bis ins Hotel überstehen. Wer keine allzu innige Beziehung zu seinem Trainingsgerät pflegt, kann auch auf einen großen Pappkarton ausweichen, den man bei vielen Radhändlern auf Anfrage umsonst bekommt. In diesem Fall sollten Sie allerdings mit einer Decke und etwas Folie dafür sorgen, dass Rohre und Anbauteile gut geschützt und gepolstert sind.
Reisen Sie mit Hartschalen-Koffer oder Fahrrad-Tasche gilt es folgende Dinge zu beachten, bevor Sie das Rad auseinander schrauben und verpacken:
1 | Markieren Sie die Sattelstange, damit Sie beim Zusammenbauen wieder die richtige Höhe einstellen können
 
2 | Lassen Sie die Luft aus den Reifen, um zu verhindern, dass diese unter dem höheren Luftdruck platzen
 
3 | Montieren Sie die Pedale ab
 
4 | Packen Sie Pedale und Sattelstütze direkt ein, um diese nicht zu vergessen
 
5 | Lockern Sie die Lenkerschrauben, um den Lenker eindrehen und später den Koffer schließen zu können
Wenn der Rahmen verstaut ist, decken Sie diesen zuerst mit ein paar Handtüchern ab, um Kratzer oder sonstige Schäden zu vermeiden. Nutzen Sie die Freiräume, um Pedale, Sattelstütze und das Werkzeug unterzubringen. Füllen Sie dann den Koffer mit Schuhen, Schwimmzubehör oder anderen Dingen auf, die im normalen Reisegepäck viel Platz wegnehmen. Das Kettenspray lassen Sie besser zu Hause. Sonst könnte es passieren, dass Sie an der Gepäckkontrolle sämtliches Gepäck ausräumen müssen, um die Spraydose am Ende in eine Mülltonne zu werfen. Zum Schluss legen Sie die Laufräder in den Kofferdeckel oder die Radtasche. Fixieren Sie alles mit Spanngurten und verschließen Sie danach alle Reißverschlüsse oder Schlösser, um möglichen Diebstahl zu verhindern.
Nach einer hoffentlich stressfreien Anreise sollten Sie bei aller Vorfreude auf das Radtraining genug Zeit einplanen, um das Rad gewissenhaft wieder aufzubauen. Ziehen Sie die Schrauben - vor allem an Lenker und Sattelstange - entsprechend fest, um kein Risiko einzugehen und eventuelle Unfälle zu vermeiden. Nutzen sie die die erste Trainingsrunde, um herauszufinden, ob wirklich alles rund läuft und das Rad die Reise gut überstanden hat. Erst dann steht einem guten Start in die neue Saison nichts mehr im Weg.