Lanzarote - Insel mit Triathlon-Tradition

Auf Lanzarote ist Triathlon Volkssport. Der erste Wettkampf Spaniens fand auf der Vulkaninsel statt und die Ähnlichkeit mit dem Mekka des Ausdauersports ist verblüffend. Unser Lanzarote-Experte Folkert Behrends von "Move-Ment" hat noch mehr Tipps.

Von > | 21. November 2014 | Aus: TRAINING

lanz14-008 | Ironman Lanzarote

Ironman Lanzarote

Foto >Michael Rauschendorfer / triaphoto.com

Lanzarote - Insel mit Triathlon-Tradition

Seit über 15 Jahren lebt Folkert Behrends auf Lanzarote. Der leidenschaftliche Triathlet verzichtete lange auf den Start bei der Ironman-WM auf Hawaii, trotz erfolgreicher Qualifikation. Schließlich lebt er auf Lanzarote, die Vulkaninsel wird unter Dreikämpfern auch als "das Hawaii Europas" bezeichnet. Genau wie auf Big Island kann man das ganze Jahr im klaren Meerwasser schwimmen, rast mit dem Rennrad über endlose Lavafelder, kämpft gegen tückische Winde. Sogar ein „Energy Lab“ hat Behrends auf Lanzarote gefunden.

Folkert Behrends, was macht die Insel Lanzarote für Triathleten so besonders?
Angefangen mit dem Volcano Triathlon und dem Ironman Lanzarote hat sich Lanzarote sehr auf Triathlon eingestellt und bietet mit dem Club La Santa und dem Sands Beach Resort zwei auf Triathleten ausgerichtete Sport- & Freizeitanlagen. Auch um den technischen Service braucht man sich keine Sorgen machen: Zentraler Bike Store ist Mas Deportes in San Bartolome, welcher alles bietet, was das Triathleten-Herz höher schlagen lässt. Mas Deportes stellt auch den technischen Support und Service bei den sechs großen Triathlon-Events auf Lanzarote: Tri 122 (März), Volcano Triathlon (April), Ironman Lanzarote (Mai), Ironman 70.3 Lanzarote (September) und Ocean Lava (November).   

Das hört sich so an, als gäbe es eine große Triathlonszene vor Ort.
Triathlon ist mit zehn Vereinen die populärste Ausdauersportart auf Lanzarote geworden. Bei der Vielzahl an Wettkämpfen werden im Sportumfeld jung und alt als Helfer in den Triathlonsport integriert.

Warum trifft man sich ausgerechnet auf Lanzarote?
Mit etwa vier Flugstunden aus Deutschland ist die Anreise zeitlich und preislich im Rahmen. Das Wetter ist durchgängig in einem angenehmen Temperatur-Bereich von 18 Grad Celsius (Januar bis März) bis 28 Grad Celsius (August bis Oktober). Die Topographie ist vielfältig, aber durch den Wind im Frühjahr und das hügelige bis bergige Terrain anspruchsvoll. Die Infrastruktur hat sich sehr verbessert und die Straßenqualität ist mittlerweile richtig gut. Die Rücksicht der Autofahrer gegenüber Radfahrern ist ebenfalls gut. Alle Rennen haben selektive Radkurse und bieten somit „Non-Drafting“-Voraussetzungen. Die jeweilige Rennorganisation ist sehr erfahren und geht auf die Bedürfnisse der Triathleten ein. 

Welche Ausgangsorte sind die besten für ein Trainingscamp?
"Club La Santa" im Nord-Westen und "Sands Beach Resort“, im Osten der Insel. Beide Standorte bieten verkehrsarme Zugänge zu den wichtigsten Radrouten, sehr gutes Laufumfeld (on- & off road) und das Meer vor der Tür für Freiwasser-Training. Puerto del Carmen ist eine Alternative. Der Ort ist aber stark touristisch und nicht optimal für Radausfahrten, da die ersten 20 Kilometer starker Autoverkehr zu umgehen ist. Die Mehrzahl der Hotels auf Lanzarote hat die Zeichen der Zeit verstanden und bietet für Triathleten gute Unterkunftsmöglichkeiten. Allerdings sind Club La Santa, mit drei 50-Meter-Becken und Sands Beach Resort, mit einem 25-Meter-Schwimmbecken die einzigen Anbieter mit ernsthaften Trainingsmöglichkeiten für Schwimmer. Die einzige Alternative ist das öffentliche Freibad in Arrecife mit einer 50-Meter-Bahn. Hier ist allerdings fast immer zu viel los.

Folkert Behrends | Folkert Behrends lebt auf Lanzarote. Mit seiner Firma \"MOVE-MENT\" entwickelt er individuelle Sport- und Aktivitätsprojekte für Triathleten Unter anderem Camps, Personal- und online Coaching.

Folkert Behrends lebt auf Lanzarote. Mit seiner Firma "MOVE-MENT" entwickelt er individuelle Sport- und Aktivitätsprojekte für Triathleten Unter anderem Camps, Personal- und online Coaching.

Foto >Frank Wechsel