"Mein 20-Wochen-Plan fürs Schwimmtraining"

Nina Eggert war Profitriathletin mit einigen Erfolgen und lieferte in den vergangenen Jahren die Trainingspläne für unsere Zeitschrift "triathlon training". Nun hat die in der Schweiz lebende Norddeutsche ein Buch herausgebracht, das gar kein Buch ist.

Von > | 7. November 2014 | Aus: Training

Nina Eggert Porträt | Nina Eggert Porträt

Nina Eggerts neues "Buch" heißt "Schwimmtraining to go"

Foto > spomedis

Nina Eggert, Sie haben ein Buch herausgebracht, das eigentlich gar kein Buch ist?

Das Besondere an "Schwimmtraining to go" , dass es sehr auf die Praxis ausgerichtet ist. Die Schwimmeinheiten, die wir dort vorstellen, sind auf jeweils eine Karte gedruckt. Die Karte kann man direkt mit ins Schwimmbad zum Training nehmen – das heißt, man muss sich kein Programm abschreiben, kopieren oder mit dem Handy fotografieren. Dank der mitgelieferten wasserdichten Hülle bleibt auch alles schön trocken. Die Karten sind handlich, aber immer noch groß genug, dass man sie am Beckenrand platzieren und dort das Programm gut lesen kann.

Welche Zielgruppe hatten Sie im Hinterkopf, als Sie die Trainingspläne geschrieben haben?

Da es sich um ein 20-Wochen-Programm für den Schwimmteil eines Sprint-Triathlons handelt, geht es erst einmal um die Einsteiger. Außerdem sind die Pläne auch geeignet für Triathleten, die nicht zu einem angeleiteten Schwimmtraining gehen können, weil sie zum Beispiel nicht in einem Verein sind. Wenn man viel alleine schwimmt, ist der strukturierte Plan perfekt, denn er funktioniert unabhängig davon, wann und wo man ins Schwimmbad geht. Man kann die Pläne auch mit auf Reisen nehmen und verpasst so keine Einheit.

Ich bin mir aber sicher, dass man noch bis zur olympischen Distanz mit den Plänen trainieren kann. Die Umfänge für die Anfänger sind am Anfang nicht so hoch, aber sie werden nach und nach gesteigert. Die Pläne sind auch für ambitioniertere Triathleten auf der Sprintdistanz geeignet, dafür sind sie in verschiedene Module, „Beginner“, „Advanced“ und „Profi“ eingeteilt. Man kann sie deshalb mehr als einmal verwenden. Ich kann mir vorstellen, dass ein Anfänger zur Vorbereitung für den ersten Sprint in der Kategorie „Beginner“ trainiert, und danach das nächstanspruchsvollere Modul nutzt.

SWIM to Go | SWIM to Go

Nina Eggerts neues "Buch" heißt "Schwimmtraining to go"

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Und wie viel Zeit muss man in der Woche für das Training einplanen?

Das hängt davon ab, welche Kategorie ich wähle. Die Trainingspläne gehen über zwanzig Wochen, und sollen ja auf die Sprintdistanz vorbereiten. Dazu gibt es pro Woche eine bis drei Schwimmeinheiten. Die Dauer jeder Einheit hängt natürlich auch von der Schwimmgeschwindigkeit ab, aber im Schnitt liegt sie bei etwa 45 Minuten. Einige Pläne kann man in 30 Minuten absolvieren, einige benötigen länger. Um die unterschiedlichen Schwimmgeschwindigkeiten zu berücksichtigen, gibt es eine Spannbreite bei vielen Einheiten, man kann zum Beispiel einen Block vier bis sechsmal ausführen. Wenn man besser schwimmt, kann man die höhere angegebene Wiederholungszahl auswählen und so mehr und weiter schwimmen als ein Einsteiger.

Und werden die „Profis“ auch genug gefordert?

Ja, ich denke schon! Auch die ambitionierten Schwimmer, und selbst Triathleten die einen Schwimmbackground haben, werden auf ihre Kosten kommen. Auch sie werden sich verbessern können.

Der Winter ist trainingstechnisch die Zeit für einen Technik- und Schnelligkeitsfokus im Schwimmen. Sind Ihre Pläne darauf abgestimmt?

Die Pläne sind auf 20 Wochen ausgelegt. Wenn man seinen ersten Triathlon zum Beispiel im Mai plant, beginnt man am besten am Anfang des neuen Jahres mit dem Training. In den ersten Wochen steht auf jeden Fall die Technik im Vordergrund, und auch ein bisschen Schnelligkeitsentwicklung. Im Verlauf der 20 Wochen nehmen die Umfänge und Intensitäten dann zu.

Hier finden Sie eine Leseprobe: