Schneller durch die Wechselzone

Die Übergänge vom Schwimmen zum Radfahren und vom Radfahren zum Laufen wollen geübt werden – trainieren Sie diese Wechsel und sparen Sie im Wettkampf Zeit und Nerven.

Von > | 18. Mai 2016 | Aus: TRAINING

Aufmacher Wechseltraining | Triathlon-Drills: Wechseltraining

Triathlon-Drills: Wechseltraining

Foto >Silke Insel

Sicherlich haben Sie auch schon den Profis unseres Sports beim Wechsel zwischen den Disziplinen zugeschaut: Ohne einen großen Stopp ähnelt das eher einem Lauf durch die Wechselzone: Fast mühelos pellen sich die Athleten aus dem Neoprenanzug, setzen schnell den Helm mit der aufgesteckten Brille auf, schieben das Rad barfuß im Laufschritt davon und springen mutig auf den Sattel. Wie kommen Sie dahin? In der aktuellen Folge unser Serie Triathlon-Drills geben wir Ihnen Schritt für Schritt Übungen mit an die Hand: vom Schieben Ihres Rads, über das Aufsteigen bis hin zum Absteigen. Ziel sind flüssige Übergänge zwischen den einzelnen Disziplinen, so dass am Ende ein regel-konformer Wechsel ohne große Stopps herauskommt.

Profi-Wechsel für Jedermänner

Natürlich gibt es die unterschiedlichsten Arten zu wechseln und wenn Sie zum ersten Mal an der Startlinie von einem Triathlon stehen, müssen Sie die Profi-Varianten noch nicht beherrschen. Da das Anziehen der Radschuhe am ersten Wechselplatz vollkommen in Ordnung ist, klicken Sie am Ende der Wechselzone, hinter einer markierten Linie sicher in Ihre Pedale. Auf diese Weise starten Sie das Radfahren mit einem guten Gefühl. Selbiges gilt für den zweiten Wechsel. Aber, auch diese Handgriffe sollten Sie vorher üben. Hoffen Sie nicht darauf, dass irgendetwas im Wettkampf schon funktionieren wird, das Sie im Training nicht beherrschen.

Viele Triathleten, die schon länger dabei sind, stagnieren in Ihrem Wechselverhalten und machen es immer noch so, wie bei ihren ersten Triathlon-Wettkämpfen. Wenn Sie Triathlon-Radschuhen besitzen, die nur eine Verschlussschnalle haben, dann sind die besten Vorraussetzungen für einen flüssigen Wechsel gegeben. Das Auf- und Absteigen ohne Stopp ist mit ein bisschen Übung sicherer und schneller als die Anfänger-Variante. Trauen Sie sich. Denn die Klickpedale sind zum Laufen nicht gemacht und können auf Asphalt oder in feuchten Wechselzonen rutschig werden. Barfuß kommen Sie viel flotter durch den Wechselbereich und können auch an einem möglichen Stau am Ende der Wechselzone vorbei.

Beim Abstieg genau so: Anstatt mit einem Fuß noch im Pedal eingeklickt zu sein und in dem anderen Radschuh auf dem Boden Richtung Wechselbalken zu rutschen, ist ein geübter Non-Stop-Abstieg sicherer und schneller.

Hier finden Sie alle Übungen als PDF in der Übersicht. Machen Sie die Übungen so häufig, dass Sie eine deutliche Verbesserung wahrnehmen und sich sicher fühlen. Viel Spaß beim Wechseltraining und Freude an der Zeitersparnis bei Ihrem nächsten Wettkampf!