Schwimmen: Technikfehler und was Sie dagegen tun können

Bis der Kraulstil sitzt, ist es ein welliger Weg. Fehler sind da ganz normal. Im triathlon special 1/2014 zeigen wir Ihnen einige der gröbsten Schnitzer und helfen Ihnen dabei, sie loszuwerden.

Von > | 1. Mai 2014 | Aus: TRAINING

20131011_pool_fw_1228 | Technikfehler

Technikfehler

Foto >Frank Wechsel / spomedis

 

1 | Atemrhythmus

Problem: Sie kommen ganz gut voran, doch schon nach einer Bahn geht Ihnen die ­Puste aus? Dann haben Sie wahrscheinlich Probleme mit der Atmung. Machen Sie sich bewusst, dass das Gesicht nur für kurze Zeit seitlich aus dem Wasser ragt, Sie also zügig einatmen müssen. Die Ausatmung erfolgt unter Wasser aktiv gegen den Wasserdruck.
 

Lösung: Üben Sie die Atmung im flachen Bereich des Schwimmbeckens. Stellen Sie sich hin und legen Sie den Oberkörper flach auf das Wasser. Schwimmen Sie „auf der Stelle“ und atmen Sie bei jedem dritten Armzug zügig ein. Atmen Sie anschließend kräftig ins Wasser aus. Zusätzlich helfen Ihnen 4 x 25 Meter Kraulbeinschlag ohne Brett. Pusten Sie dabei ruhig und kontinuierlich ins Wasser.

2 | Körperrotation

Problem: Wenn Sie beim Einatmen über sich den Himmel oder die Hallendecke sehen, rotieren Sie zu stark mit dem Oberkörper. Dies führt zu Schlangenlinien und ein paar Extra­metern auf jeder Bahn.
 

Lösung: Schwimmen Sie 4 x 50 Meter Kraul ganz bewusst so, dass der Mund zur Atmung nur wenige Zentimeter aus dem Wasser ragt. Selbst die Nasenspitze und ein Auge sollten unter Wasser bleiben.

3 | Tiefer Ellbogen

Problem: Während der Zugphase erzeugen Sie keinen effizienten Druck, weil der ­Ellbogen absinkt. Ein Hauptproblem für langsame Schwimmzeiten.
 

Lösung: Halten Sie den Ellbogen zu Beginn der Zugphase dicht unter der Wasseroberfläche. Sie vergrößern dadurch die Vortrieb bringende Fläche aus Hand und Unterarm und erzeugen einen besseren Hebel für den Abdruck. Zu Beginn des Zugs bewegen Sie nur den Unterarm. Der Ellbogen bleibt in Position.

4 | Überkreuzen

Problem: Beim Eintauchen vor dem Kopf führen Sie die Arme über die Körpermitte ­hinaus, kommen also mit dem rechten Arm auf die linke Seite und umgekehrt. Die Folgen sind vielfältig: Sie schlingern, beginnen mit dem Oberkörper zu rotieren, erhöhen den Widerstand und bekommen das Wasser nicht richtig zu fassen.
 

Lösung: Halten Sie Ihren Kopf ruhig und achten Sie darauf, schulterbreit und mit dem Daumen in Schwimmrichtung einzutauchen. Verzichten Sie beim Abschlagschwimmen auf das tatsächliche „Abschlagen“, also das Berühren der Hände.

Weitere typische Technikfehler sowie Tools fürs Training, Tipps zum Freiwasserschwimmen und alles, was man beim Kauf einer Schwimmbrille beachten sollte, lesen Sie in triathlon special 1/2014, das jetzt im Zeitschriftenhandel und unter www.spomedis-shop.de erhältlich ist. Außerdem gibt es das Einsteiger-Special in digitaler Form für viele mobile Endgeräte (iOS und Android). Hier können Sie das E-Paper bestellen.

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