Trockenübung

Sport an der frischen Luft ist für Triathleten das größte Glück. Zu Fitnessstudios haben deshalb viele ein eher gestörtes Verhältnis. Zu Recht?

Von > | 22. Dezember 2015 | Aus: Training

Krafttraining

Sebastian Kienle beim Krafttraining mit Physio Daniel Wienbreier.

Foto > Nis Sienknecht / spomedis

Wenn Ihnen zum Thema Fitnessstudio nur Aerobic einfällt, dann haben Sie wohl schon länger keines mehr von innen gesehen. Inzwischen bekommen Triathleten dort aber einiges geboten: Abseits von Laufband und Stepper stehen auf dem Kursplan zum Beispiel Functional Training, mehrstündige Cycling-Kurse, Stretching und Yoga – alles, wozu man sich im Winter und allein oft nur schwer aufraffen kann. Inzwischen warten Topstudios sogar mit eigenen Sportschwimmbecken auf. Gerade bei Minusgraden und Dauerregen laden sie dazu ein, das Training nach drinnen zu verlegen.

Das Richtige finden

Doch wie finden Sie ein Fitnessstudio, das zu Ihnen passt? Bei der Suche sollten Sie vor allem drei Faktoren beachten: Entfernung, Programm und Kosten. Gerade bei dem eingangs erwähnten schlechten Wetter ist es wichtig, dass Sie keine lange Anfahrt auf sich nehmen müssen, um an Ihre Sportstätte zu gelangen. Idealerweise liegt sie „auf dem Weg“ – dem zur Arbeit oder einfach in der Nähe Ihres Wohnorts. Dann müssen Sie nur noch entscheiden, ob Sie lieber morgens oder abends Sport treiben. Sind Sie eher ein Frühaufsteher, können Sie den sportlichen Höhepunkt Ihres Tages auf den Arbeitsweg legen, im Studio duschen und frisch weiterziehen. Trainieren Sie lieber abends, erledigen Sie das auf dem Weg nach Hause oder wenn Sie schon zu Hause sind.

Der zweite Punkt, das Programm, ist mit Hilfe des Kursplans leicht zu erschließen. Haben Sie ein Fitnessstudio in Ihrer Nähe gefunden, können Sie sich dessen Plan meist online anschauen. Für Triathleten bieten sich Kurse wie Indoor­-Cycling, Aquajogging, Zirkeltraining, TRX, Bauch­-Beine-Po, Rückengymnastik, Body- Work-out, Athletiktraining, Stretching und verschiedene Yoga-Kurse an. Ihre Inhalte drehen sich hauptsächlich um die Themen Kraft, Athletik und Beweglichkeit – Bereiche, die bei Triathleten in der Off-Season und im Winter großgeschrieben werden. Die Geräte für das Krafttraining sind nur eingeschränkt zu empfehlen, denn sie leiten Ihre Bewegungen in starren Bahnen. Die geführte Bewegung kann Sie außerdem unter Umständen dazu bringen, zu viel Gewicht aufzulegen, aber genauso wenig wie Fettpölsterchen wollen Sie vermutlich auch keine Muskelberge in die kommende Saison schleppen. Übungen mit Freihanteln und dem eigenen Körpergewicht sind für Triathleten besser geeignet, um Kraft und Athletik zu verbessern. In vielen Studios gibt es inzwischen extra dafür eingerichtete Freiflächen. Neben speziellen Kursen können Sie sich von den angestellten Trainern auch ein individuelles Programm zusammen­stellen lassen. Fragen Sie gerade am Anfang ruhig nach, ob Sie die zusammengestellten Übungen auch korrekt ausführen – dazu sind die Trainer schließlich da. Zu diesen Angeboten kommen Cardio-Geräte wie Laufband, Ellipsentrainer, Rudermaschinen und Fahrradergometer für individuelles Ausdauertraining oder einfaches Warm-up und Cool-down.

Laut der Studie „Der deutsche Fitnessmarkt 2015“ waren in Deutschland im Jahr 2014 übrigens mehr als neun Millionen Menschen Mitglieder in einem der 8.026 Fitnessstudios – das sind knapp elf Prozent der Bevölkerung. Allein in diesem Jahr gewannen die Studios mehr als eine halbe Millionen Neumitglieder hinzu, die meisten davon im anmeldestärksten Monat Januar.

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