Thrombose Urlaubszeit: Stau in den Blutgefäßen?

Training | 11. Juli 2012
Spannungsgefühle in den Beinen, Schmerzen im Fuß, Zwicken in Wade und Kniekehle – was sich harmlos anfühlt, könnten Anzeichen für eine Thrombose sein. Wer die Risiken kennt, kann vorbeugen.
Normalerweise springen Sie nach einem arbeitsreichen Tag aufs Rad oder in Ihre Laufschuhe und holen sich die Bewegung, die Sie tagsüber nicht bekommen haben. Aber wenn Sie in den Urlaub oder zum Wettkampf fahren oder fliegen, setzen Sie sich ins Flugzeug oder Auto und bewegen sich stundenlang wenig bis gar nicht. Da ist es gut zu wissen: Das Risiko, dass sich eine Thrombose bildet, ist schon nach fünf Stunden Immobilität erhöht.

Stiller Begleiter

Unter geringer Bewegung und zu geringer Flüssigkeitszufuhr verringert sich die Strömungsgeschwindigkeit des Bluts, das dadurch verklumpen kann – so entsteht an der Gefäßwand einer großen Vene ein sogenannter Thrombus. Gefährlich wird es, wenn dieser sich von der Gefäßwand ablöst, denn auf dem Weg durch den Blutkreislauf kann er in den kleinen Gefäßen der Lunge steckenbleiben (Lungenembolie!) oder die Blutzufuhr zu anderen lebenswichtigen Organen behindern. Am weitesten verbreitet sind Thrombosen der tiefen Beinvenen. Leider verläuft eine Thrombose oft ohne Symptome, mitunter berichten Betroffene aber über Spannungsgefühle und/oder Schmerzen in Fuß, Wade oder Kniekehle.

Bleiben Sie in Bewegung

Um einer Thrombose vorzubeugen, sollten Sie auf langen Reisen ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, um das Blut flüssig und die Blutflussgeschwindigkeit aufrecht zu halten. Trinken Sie Mineralwasser, Fruchtsäfte sowie Früchtetees und verzichten Sie auf alkoholische Getränke: Alkohol erweitert die Venen, sodass die Geschwindigkeit des Blutflusses abnimmt. Im Flugzeug oder in der Bahn ermöglicht Ihnen ein Sitzplatz am Gang generell mehr Beinfreiheit als ein Fensterplatz. Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, in regelmäßigen Abständen aufzustehen und sich zu bewegen, können Sie Ihren Kreislauf auch im Sitzen in Schwung bringen. Ziehen Sie dazu abwechselnd die Füße an und strecken Sie sie wieder (Beugung und Streckung des Sprunggelenks). Nutzen Sie dabei die gesamte Bewegungsamplitude. Dann drückt die Muskelpumpe das Blut zurück zum Herzen. Kompressionsstrümpfe können den Rückfluss des Bluts und somit die Blutflussgeschwindigkeit zusätzlich  unterstützen.