Gefahr am Beckenrand Verletzungen im Schwimmsport

Training | 1. Mai 2012
Beim Kampf um Zeiten und Platzierungen kommen sich Schwimmer normalerweise nicht in die Quere. Dies ist ein entscheidender Grund, warum sich die Sportler im Wasser nur selten verletzen. Öfter als vermutet, verletzen sich Schwimmer allerdings außerhalb des Beckens.
Schwimmen gilt als eine eher verletzungsarme Sportart. Während es beim Training zwar schon mal zu Berührungen der Athleten kommen kann, ist dies bei Becken-Schwimmwettkämpfen fast auszuschließen. Beim Laufen auf nassen Fliesen am Beckenrand kommt es dagegen häufig zu Stürzen oder Verletzungen an den Absperrpfosten des Beckenrands. Auf diese Weise ist es schon zu Knochenbrüchen und sogar Schädel-Hirn-Traumen gekommen. Sprünge in Untiefen und das Training von Startsprüngen im Lehrschwimmbecken bergen die Gefahr von Verletzungen des Schädels und der Wirbelsäule.

Die häufigsten Verletzungen im Schwimmsport sind an Händen und Armen lokalisiert. Diese entstehen vor allem durch ungeschicktes Anschlagen bei der Wende und beim Zielanschlag oder wenn beim Rückenschwimmen der Beckenrand übersehen wird. Finger und Hände der Schwimmer sind auch gefährdet, wenn sie an Wave-Killer-Leinen oder ihre Mitschwimmer anstoßen. Beim Überholen, dies gilt insbesondere auch für Triathlonwettkämpfe, können außerdem durch Tritte oder Schläge auf die Schwimmbrille Lid- oder Orbitaverletzungen entstehen. Durch Schwimm-Paddles können im Training zudem Hand- oder Kopfverletzungen verursacht werden. Auch beim Trockentraining verletzen sich Schwimmer vermehrt: Da das Lauftraining, zumindest bei Spezialschwimmern, bedingt durch die Saisonplanung vorwiegend in der dunklen Jahreszeit stattfindet, sind Verletzungen des oberen Sprunggelenks durch Umkicken nicht selten. Diese werden durch die oftmals instabilen Sprunggelenke der Athleten noch begünstigt. Die vermehrte Beweglichkeit des oberen Sprunggelenks ist für einen optimalen Beinschlag des Schwimmers erforderlich. Durch ein begleitendes Krafttraining können Muskel- und Gelenkverletzungen entstehen, zum Beispiel eine Zerrung der Bizepssehne durch Hanteltraining.