Sitzen? Sechs! Warum Im-Sitzen-Laufen Kraft und Zeit kostet

Training | 2. August 2012
Nicht nur unter Anfängern ist das „Sitzlaufen“ verbreitet. Auch viele erfahrene Läufer bewegen sich in dieser Haltung fort. Das kann nicht nur gesundheitliche Folgen haben, sondern ist vor allem eins: langsam.
Hat Ihnen schon mal jemand gesagt, Sie liefen "im Sitzen"? Klingt gemein, ist aber ein absolut treffender Vergleich: "Sitzläufer" sehen aus, als säßen sie beim Laufen – nur dass dafür der Stuhl fehlt. Ursache für diese Fehlhaltung ist ein Einknicken der Hüfte in der Stütz- und Landephase, was durch eine schwache Rumpf- und Gesäßmuskulatur begünstigt wird und oft mit ­einem verkürzten Hüftbeuger einhergeht. Der Läufer, meist ein ausgesprochener Fersenläufer, geht dabei deutlich zu tief in die Knie und bremst sich bei jedem Schritt ab, weil er die Füße zu weit vorn aufsetzt. Die Belastung auf die Gelenke ist bei dieser Art zu laufen unnötig hoch und kann auf Dauer im schlimmsten Fall Arthrose (Gelenkverschleiß) verur­sachen. Abgesehen davon ist dieser Laufstil auch alles andere als schnell: Die ­Schrittlänge wird nicht effektiv ausgenutzt, da das Bein nicht richtig nach hinten weggedrückt werden kann. So verpufft bei jedem Schritt Kraft, die Sie besser in Vortrieb investiert hätten.
Ob Sie beim Laufen sitzen, können Sie selbst nur schwer feststellen. Lassen Sie Ihre Technik ­daher von einem
Lauf-Abc - die Klassiker
 
- Skippings
- Fußgelenksarbeit
- Kniehebeläufe
- Anfersen
- Ausfallschritte
- Prellhopser
- Sprungläufe
erfahrenen Trainer überprüfen oder sogar bei einer Bewegungsanalyse. Um effektiver zu laufen, sollten Sie grundsätzlich Ihre Gesäßmuskulatur kräftigen - der Hauptantrieb beim Laufen. Achten Sie auch auf einen gut gedehnten Hüftbeuger; vor allem Radfahrer haben hier häufig Defizite. Regelmäßige Übungen aus dem Lauf-Abc können Ihre Technik zu einem aktiven Laufstil hin korrigieren.