Warm-up Weniger ist mehr

Wissenschaft | 26. April 2012
Nur wer gut aufgewärmt am Start steht, kann im Rennen seine volle Leistung abrufen. Doch bedenken Sie: In der Kürze liegt die Würze!
Länger als 30 Minuten sollte Ihr Aufwärmprogramm vor ­einem Wettkampf möglichst nicht dauern. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Sie ermüdet ins Rennen starten und nicht Ihre volle Leistungsfähigkeit abrufen können, warnen Wissenschaftler aus ­Calgary ­(Kanada). Sie hatten Radfahrer verschiedene Warm-up-­Programme absolvieren lassen und die jeweiligen Auswirkungen anschließend bei Sprinttests auf dem Ergometer (Wingate-­Test) ermittelt. Die Muskelspannung war nach dem klassischen Aufwärmprogramm, das rund 50 Minuten dauerte und einige Sprints beinhaltete, deutlich niedriger als bei dem verkürzten Warm-up, das aus 15 Minuten Belastung und nur einem Sprint bestand. Im Wingate-Test erreichten die Fahrer, die sich nur kurz aufgewärmt hatten, zudem deutlich bessere Spitzenleistungen. Die Ergebnisse sind im „Journal of Applied Physiology“ veröffentlicht worden.