Tipps und Trainingspläne Noch sechs Wochen: Mit Daniel Unger zur Triathlonpremiere

Hamburg | 10. Juni 2013
Da waren's nur noch sechs Wochen - bis zum ITU World Triathlon Hamburg am 20. und 21. Juli. Gemeinsam mit Daniel Unger begleiten wir Sie auf dem Weg zu Ihrem Triathlon-Debüt 2013. Heute gibt Ihnen der Kurzdistanz-Weltmeister von 2007 heiße Tipps für die vierte Disziplin. Dazu gibt's wie immer Ihren Trainingsplan. Viel Spaß!
Die Wechselzone ist für uns Triathleten ein ganz besonderer Ort! Zum einen kann man sich mit einem guten Wechsel wertvolle Sekunden gegenüber der Konkurrenz erarbeiten, ohne dafür wirklich „körperliche“ Leistung erbringen zu müssen. Zum anderen bedeutet die Wechselzone aber auch das Ende und zugleich den Anfang einer Teil-Disziplin. Genau deshalb ist die „Transition Area“ meist auch der größte Publikumsmagnet! Viele Zuschauer stehen am Rande der Wechselzone um schnelle Wechsel zu bestaunen, missglückte zu bemitleiden und außergewöhnliche ( die „Blankzieher „) zu feiern!
Bei meinem ersten Triathlon hatte ich von meinem Vater die Anweisung erhalten, keinesfalls mit der nassen Badehose zu radeln. Doch als ich dann an meinem Wechselplatz ankam und mich meine Nachbarn anfeuerten, verließ mich die Courage und ich habe einfach die Radhose über die nasse Badehose gezogen. Die restliche Zeit des Rennens habe ich mir dann Gedanken darüber gemacht, ob das so in Ordnung war. 
In jedem Fall sollte man - egal ob Einsteiger oder Profi - der vierten Disziplin im Triathlon die notwendige Beachtung in der Vorbereitung zukommen lassen!

Wechsel Schwimmen-Radfahren

Schlüssel des ersten Wechsels ist der Übergang von der horizontalen Wasserlage in die Vertikale! Der Körper muss das Blut im Körper umverteilen. Schon bevor man das Wasser verlässt, sollte man gedanklich die ersten und die weiteren „Schritte“ des Rennens durchgehen! Aus dem Wasser draußen, zuerst die Schwimmbrille auf die Stirn schieben, den Neoprenanzug öffnen und bis zur Hüfte herunterkrempeln. Achtung! Laufen Sie nicht zu hastig zum Stellplatz Ihres Rades - Ihr Körper muss sich erst an die veränderte "Lage" gewöhnen. Dann sollte aber alles ganz fix gehen: Neo aus, Helm auf und los... Verbringen Sie möglichst wenig Zeit im Stehen! Geübte können die Radschuhe am besten direkt am Rad lassen und während der Fahrt anziehen.

Wechsel Radfahren-Laufen

Nach dem Wechsel vom Rad in die Laufschuhe ist es wichtig, nicht zu euphorisch zu beginnen! Die Muskulatur muss sich umstellen, ein neuer Bewegungsablauf wird gefordert. Bewahren Sie also zunächst Ruhe und versuchen sie nicht schon auf den ersten Metern ohne Fahrrad das Rennen zu entscheiden.
Bauen Sie das Wechseltraining (Schwimmen-Radfahren und Radfahren-Laufen) vor allem in den letzten Wochen vor dem Wettkampf immer mal wieder ins Training ein. Nur so schaffen Sie es, die Abläufe zu automatisieren und nach dem Rennen  mit einer guten Wechselzeit in der Ergebnisliste zu stehen.
Mit Daniel Unger zur Triathlonpremiere
Woche 7 (10.-16. Juni) | ca. 5 Std.
WochentagTrainingsinhaltHinweis
Montag40 Min. lockerer Laufim Anschluss: 30 Min. allg. Athletik
Dienstag40 Min. Schwimmen
Mittwoch60 Min. Radfahren
DonnerstagEntlastung
Freitag60 Min. Laufen3x5 Min.: 2 Min. zügig + 3 Min. Gehpause
Samstag30 Min. Schwimmen
Sonntag90 Min. RadfahrenGA1