Ziele richtig setzen So erreichen Sie den Rathausmarkt - garantiert!

Hamburg | 22. Januar 2013
Die Anmeldungen sind eröffnet, vor vielen Teilnehmern des ITU World Triathlon Hamburg 2013 steht eine große Herausforderung. Das erste Finish, eine neue Bestzeit - mit unseren zehn Tipps bringen wir Sie auf Ihre persönliche Siegerstraße.

Tipp 1: Setzen Sie Prioritäten

Ein Triathlon-Finish ist ein großes Ziel. Wenn Ihnen das wichtig ist, sollten Sie sich voll darauf konzentrieren. Vor Ihnen liegt ein Weg, der manchmal beschwerlich ist, der beharrliche Arbeit erfordert, der sie aber auch am Ende belohnen wird. Wenn Sie nebenbei noch mit Ihrer Altherren-Fußballmannschaft aufsteigen wollen, einen neuen Rekord im Bankdrücken anstreben und eine komplette Hausrenovierung vor sich haben, dann könnte das zu viel sein.

Tipp 2: Setzen Sie sich realistische Ziele

From Zero to Hero – auch in diesem ehrgeizigen Ziel steckt ein hohes Risiko. Formulieren Sie Ihre Ziele realistisch. Die Sprintdistanz gleich in 1:10 Stunden? Abnehmen von 100 auf 70 Kilogramm? Warum nicht erst einmal 1:30 Stunden oder 80 Kilogramm? Jedes Ziel hat einen Weg und der muss auch gangbar sein. Analysieren Sie deshalb zunächst den Ist-Zustand und überlegen Sie dann, was Sie überhaupt in einem halben Jahr erreichen können und welcher Aufwand dafür nötig ist. So hat es bei erfahrenen Sportlern zum Beispiel wenig Sinn, die Belastung von einem Jahr zum nächsten um mehr als zehn Prozent zu steigern. Und das gilt auch für viele andere Lebensbereiche.

Tipp 3: Schließen Sie einen Vertrag mit sich selbst

Ein gutes Ziel darf nicht nur ein Hirngespinst sein, sondern sollte ernst gemeint sein. Sogar so ernst, dass Sie sich trauen müssen, diesen schriftlich zu fixieren. Schließen Sie also einen Vertrag mit sich selbst, in dem Sie vereinbaren, welches Ziel (Zieleinlauf auf dem Rathausmarkt) Sie mit welchen Mitteln (fünf Stunden Training pro Woche) wann (am 21. Juli 2013) erreichen wollen. Dieses Schriftstück können Sie später im Jahr immer wieder hervorholen, um Ihren Weg zu überprüfen. Ein Vertrag ist jedoch nie eine einseitige Angelegenheit – fixieren Sie also gleich auch die Gegenleistung und die Belohnung.

Tipp 4: Formulieren Sie Ihr Ziel positiv

Ziele sind umso reizvoller, je positiver sie belegt sind. „Schokoladenverzicht“ ist ein hartes Wort, wenn bisher jeden Abend ein 100-Gramm-Riegel Zartbitter zu Ihrem Speiseplan zählte. „Triathlon-Finish“ hört sich da doch viel besser an. Ein halb leeres Glas kann auch halb voll sein – die Hälfte des Teilnehmerfeldes beim ITU World Triathlon in Hamburg vor sich zu haben bedeutet auch, die andere Hälfte abgehängt zu haben. Ein Nichtraucher ist auch ein Frischluftatmer. Formulieren Sie Ihre Ziele und Vorsätze so positiv wie möglich.

Tipp 5: Legen Sie einen Zeitplan fest

Von Null auf 100 – auf diesem Weg passieren Sie irgendwann die 50. Formulieren Sie daher für Ihre wichtigsten langfristigen Vorsätze Zwischenziele und einen Zeitplan, wann Sie welche Stufe erreicht haben wollen. Das funktioniert nicht bei allen Zielen gleich gut, feste Überprüfungstermine, die mit in Ihren Vertrag gehören, helfen Ihnen aber in den meisten Fällen weiter. Sie geben Orientierung und immer wiederkehrende Motivationsschübe. Zum Beispiel könnte da stehen: Am 15. April 500 Meter Kraulschwimmen ohne Pause. Oder: Am 31. Mai fünf Kilometer laufen in 25 Minuten.

Tipp 6: Lassen Sie Ihre Ziele nicht zum Stress werden

Wenn Sie mit guten Zielen in die Triathlonvorbereitung gehen, dann erwarten Sie davon eine positive Veränderung Ihrer Lebensumstände. Wenn Sie jedoch merken, dass der zeitliche, finanzielle oder emotionale Aufwand, den Sie dafür betreiben müssen, Ihre Möglichkeiten übersteigt, sollten Sie Ihre Strategie überdenken. Manchmal kann es sinnvoll sein, einzelne Ziele zugunsten anderer fallen zu lassen oder zu vertagen. Seien Sie ehrlich zu sich selbst!

Tipp 7: Halten Sie den Januar und Februar durch

Wenn Sie eine Tätigkeit einen Monat lang regelmäßig ausführen oder unterlassen, kann man so langsam von einer Gewohnheit sprechen. Das regelmäßige Lauf-Abc, auf das Sie bisher aus Bequemlichkeit verzichtet haben, mag in den ersten Wochen noch lästig und manchmal auch schmerzhaft sein – je länger Sie am Ball bleiben, desto eher finden Sie Freude daran und profitieren davon. Wenn Sie Ihre Ziele über das fiese hanseatische Januar- und Februar-Wetter gerettet haben haben, ist die Chance groß, dass Sie auch Frühjahr Ihre geplanten positiven Veränderungen beibehalten.

Tipp 8: Geben Sie bei Rückschlägen nicht auf

Einmal ist kein Mal – geben Sie bei einem Rückschlag, einem Rückfall oder dem Nichterreichen eines Teilziels nicht gleich auf. Lassen Sie sich nicht sofort entmutigen, wenn das Ziel nicht so nah ist, wie es zwischenzeitlich erschien, oder die Fortschritte noch auf sich warten lassen. Der Anmeldestart für den ITU World Triathlon in Hamburg ist zwar ein traditioneller Termin, mit dem viele Menschen das Projekt in Angriff nehmen – doch es spricht nichts dagegen, auch andere Tage als Beginn eines Trainingsprogramms zu definieren. Seien Sie sich darüber im Klaren, dass jeder Tag der Beginn vom Rest Ihres Lebens ist.

Tipp 9: Motivieren Sie sich mit der Vergangenheit

Wenn Ihnen der Weg zum Ziel schwer fällt, versuchen Sie sich zu erinnern, warum Sie sich dieses Ziel überhaupt gesteckt haben. Ist die unbefriedigte Versuchung, zur Zigarette zu greifen, wirklich schlimmer als der Dauerhusten des letzten Jahres? Wirkt der Verzicht auf die Schokolade am Abend schwerer als der Hüftspeck, an den Sie sich heute kaum noch erinnern können? Sie leben nicht nur im Hier und Jetzt, sondern haben eine Geschichte – und die Erinnerung daran kann Ihnen in manch harter Stunde helfen.

Tipp 10: Vergessen Sie die Belohnungen nicht

Rathausmarkt erreicht – und nun? Erinnern Sie sich an Ihre Abmachung und gönnen Sie sich die Belohnung, die Sie beim Verfassen Ihrer guten Vorsätze auf- und ausgeschrieben haben. Die Definition und Verfolgung zukünftiger Ziele fällt Ihnen leichter, wenn Sie einmal das Gefühl erlebt haben, aus Ihrer eigenen Kraft Großes geleistet zu haben. Und lassen Sie an dieser Belohnung alle teilhaben, die Ihnen geholfen haben, dieses Ziel zu erreichen.
Die ganze Bandbreite der Emotionen: Die Gesichter der Finisher im Ziel des Hamburg-Triathlons 2012.
Der Rathausmarkt ist erreicht!
©Frank Wechsel / spomedis