Alistair Brownlee sagt für Ironman-70.3-WM ab

Sebastian Kienle hat im Kampf um den WM-Titel im Ironman 70.3 einen Konkurrenten weniger. Alistair Brownlee hat angekündigt, sich einer Operation zu unterziehen und beendet seine Saison deshalb vorzeitig.

Von > | 4. August 2017 | Aus: SZENE

Jonathan (links) und sein Bruder Alistair Brownlee.

Jonathan (links) und sein Bruder Alistair Brownlee.

Foto >Richard Baybutt

Wie stark ist der zweimalige Olympiasieger Alistair Brownlee auf den längeren Triathlondistanzen? Beim Ironman 70.3 St. George zeigte der Brite mit einem beeindruckenden Sieg im direkten Kräftemessen unter anderem mit Sebastian Kienle und Lionel Sanders (CAN) bereits, dass auch auf der Mitteldistanz mit ihm zu rechnen ist. Wenig später musste aber auch Brownlee feststellen, dass Mitteldistanzen kein Selbstläufer sind: Bei der Challenge-"Championship" stieg der Brite vorzeitig aus.

Das nächste echte Kräftemessen zwischen Brownlee und der Weltspitze wurde für die Ironman-70.3-WM in Chattanooga (USA) erwartet. Doch daraus wird nun nichts mehr. Wie Brownlee über seinen Instagram-Account erklärte, ist die Saison für ihn beendet. "Ich habe seit Jahren mit einem chronischen Hüftproblem zu kämpfen und mich deshalb entschieden, mich morgen operieren zu lassen", erklärte Brownlee am Freitag. "Es ist eine schwierige Entscheidung, aber ein akutes Aufflackern lässt mir kaum eine andere Wahl. Die Entscheidung bedeutet, dass meine Saison beendet ist. Aber sie sichert mir hoffentlich viele weitere Jahre, in denen ich das tun kann, was ich liebe." Brownlee hatte sich mit ähnlichem Antrieb schon einmal einer Operation unterzogen: Vor den Olympischen Spielen 2016 ließ er nach mehrjährigen Problemen einen Eingriff am Fuß vornehmen.

Sebastian Kienle wird diese Nachricht wohl kaum freuen. Der Deutsche misst sich mit Vorliebe mit der Weltspitze und hatte sich bereits auf ein Kräftemessen mit Brownlee bei den Weltmeisterschaften gefreut. Vor Brownlee hatte außerdem schon Kienles zweiter potenzieller Hauptkonkurrent, Lionel Sanders (CAN), erklärt, nun doch nicht bei der Ironman-70.3-WM starten zu wollen.