Andreas Raelert kämpft in Brasilien um Hawaii

Andreas Raelert will bei den südamerikansichen Ironman-Meisterschaften in Brasilien am Sonntag frühzeitig sein Ticket nach Hawaii lösen. Dort plant außerdem auch Sonja Tajsich ihr Comeback.

Von > | 24. Mai 2017 | Aus: SZENE

Andreas Raelert

Andreas Raelert

Foto >José Luis Hourcade

Den Traum von einem Sieg beim Ironman Hawaii hat Andreas Raelert auch im Alter von 40, im Oktober diesen Jahres dann 41 Jahren, noch nicht aufgegeben. Doch damit es vielleicht doch noch klappt, muss bei dem Routinier aus Rostock fast alles funktionieren. Vor allem will er sich nicht wieder auf den letzten Drücker für den Wettkampf qualifizieren müssen, wie es aus gesundheitlichen Gründen zuletzt 2014 und 2016 der Fall war. Deshalb geht Raelert im höheren Sportleralter neue Wege: Zum ersten Mal wird der Rostocker am Sonntag den Ironman Brasilien in Angriff nehmen - denn da das Rennen als südamerikanische Meisterschaft eingestuft ist, gibt es dort nicht nur viele Qualifikationspunkte für die Profis, sondern für den Sieger des Rennens auch das direkte Qualifikationsticket für die Weltmeisterschaften auf Big Island.

Risikofrei st dieser Plan aber schon aufgrund des frühen Saisonzeitpunkts und der unegwissen Witterung nicht - doch zumindest was Letzteres angeht, dürfte Raelert Glück haben, denn mit prognostizierten Temperaturen um die 20 Grad und regnerischen Bedingungen dürfte der Norddeutsche gut zurechtkommen. Bleibt die ernstzunehmende Konkurrenz, die es ebenfalls überwiegend auf frühzeitig gelöste Hawaii-Tickets abgesehen hat und Raelert das Leben auf der sehr schnellen Strecke in Florianopolis schwer machen wollen wird. Brent McMahon (CAN), Tim Don (GBR), die Brasilianer Igor Amorelli, Thiago Vinhal und Reinaldo Colucci, Pedro Gomes (POR), Sylvain Sudrie (FRA), Eneko Llanos (ESP), Matt Chrabot, Patrick Evoe (beide USA) und Tyler Butterfield (BER) wird Raelert sicherlich auf der Rechnung haben. "Ich denke dass meine Form jetzt schon vielversprechend ist", erklärt der Deutsche im Vorfeld des Rennens trotzdem optimistisch.

Hufe, Möller, Lehrieder und Tajsich greifen an

Auch bei den Frauen reisen einige Deutsche mit großen Plänen an. Allen voran Mareen Hufe: Die hatte in Brasilien im vergangenen Jahr den zweiten Rang hinter der Amerikanerin Elizabeth Lyles erkämpft, die sich diesmal gegen einen Start in Florianopolis entschieden hat. An ihre Stellen rücken aber einige andere ernstzunehmende Konkurrentinnen. Neben der Vorjahresdritten Gurutze Frades (ESP) sind unter anderem Annah Watkinson (RSA), Celine Schärer (SUI), Elisabeth Gruber (AUT), Laurel Wassner (USA), Linsey Corbin (USA), Susie Cheetham (GBR) und Magali Tisseyre (CAN) gemeldet. Aus Deutschland macht ihr außerdem erstmals seit einer langen Auszeit vom Wettkampfsport wieder Sonja Tajsich Konkurrenz, die in Brasilien im Alter von 41 Jahren noch einmal angreifen wird. Dazu kommen die starke Läuferin Kristin Möller und Carolin Lehrieder.