Andreas Raelert verzichtet auf Ironman Hawaii

Die Saisonplanung von Andreas Raelert hat sich prompt geändert: Aufgrund von gesundheitlichen Problemen verzichtet der Rostocker dieses Jahr auf einen Hawaii-Start, liebäugelt bei schneller Erholung allerdings mit einem späten Ironman-Rennen.

Von > | 9. August 2017 | Aus: SZENE

Die Ironman-WM 2017 wird ohne Andreas Raelert stattfinden.

Die Ironman-WM 2017 wird ohne Andreas Raelert stattfinden.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Andreas Raelert wird 2017 bei der Ironman-WM in Kailua-Kona fehlen. „Es ist eine Entscheidung, die ich schweren Herzens treffe“, sagt der Rostocker. „Der Ironman Hawaii bedeutet mir persönlich sehr viel. Ich wäre sehr gerne auch in diesem Jahr in Kona an den Start gegangen. Allerdings möchte ich in der bestmöglichen Verfassung auf Hawaii antreten, und das ist in diesem Jahr nur schwer möglich.“ Daher verzichtet der 40-Jährige nun auf seinen ursprünglichen Plan, beim Ironman 70.3 Steelhead und Ironman Mont-Tremblant an den Start zu gehen, um die Hawaii-Quali zu lösen. Kleinere gesundheitliche Einschränkungen warfen Raelert in den vergangenen Wochen immer wieder in seiner Vorbereitung zurück. Raelert lässt im Hinblick auf die hohe Rennbelastung in Kombination mit seinen Einschränkungen lieber Vernunft walten: „Das Training war nicht in der Form möglich, wie es nötig gewesen wäre, um einerseits im August die Qualifikation für den Ironman Hawaii sicher zu stellen und dann andererseits im Oktober auf Hawaii eine optimale Performance abrufen zu können. Ich halte es für absolut erreichbar, im Oktober in Topform zu sein, aber die Doppelbelastung mit einem anspruchsvollen Rennen nur wenige Wochen zuvor wäre nach mehreren kurzen Trainingsunterbrechungen in der Vergangenheit sicherlich zu viel des Guten gewesen.“

Der Blick richtet sich auf 2018

Zunächst will Raelert seine Verletzung in den kommenden Wochen vernünftig auskurieren. Im Anschluss geht der Blick aber sofort nach vorne. Nach der Pause plant Raelert im September ein Trainingslager und denkt an einen Ironman-Start in November. Welchen Wettkampf er genau im Kopf hat, sagt er zunächst nicht. Infrage kommen aber unter anderem der Ironman Arizona und Ironman Florida. „Mein Blick geht bereits in Richtung 2018“, sagt Andreas Raelert. „Ich möchte früh die Grundlagen für eine erfolgreiche Rückkehr nach Kailua-Kona legen.“ Hoffnung darauf, dass es ein Raelert dieses Jahr auf Hawaii an die Startlinie schafft, gibt es dennoch. Bruder Michael geht am kommenden Sonntag beim Ironman Hamburg ins Rennen und kann sich mit einer Top-Platzierung noch das Kona-Ticket sichern.