Beranek gewinnt in Rimini, Dreitz sagt in Lissabon ab

Anja Beranek hat ihre Saison mit einem deutlichen Sieg bei der Challenge Rimini eröffnet. Für Andreas Böcherer und Andreas Dreitz lief es dagegen nicht nach Plan.

Von > | 7. Mai 2017 | Aus: SZENE

Anja Beranek gewinnt die Challenge Rimini 2017

Anja Beranek gewinnt die Challenge Rimini 2017

Foto >José Luis Hourcade

Für Anja Beranek war es ein Saisonauftakt nach Maß. Nur Hannah Drewett verhinderte einen Start-Ziel-Sieg der Fränkin bei der Challenge Rimini, weil die Britin die 1,9 Kilometer rund 15 Sekunden schneller schwamm als Beranek, die auf den folgenden 90 Kilometern dann aber endgültig die Initiative übernahm. Dort fuhr die Hawaii-Vierte des vergangenen Jahres rund dreieinhalb Minuten schneller als ihre schnellste Verfolgerin, Nina Derron (SUI), und wechselte mit einem komfortablem Vorsprung auf den abschließenden Halbmarathon. Auch dort gab sich Beranek keine Blöße und lief mit einem soliden Lauf über 1:26:37 Stunden zum Sieg mit viereinhalb Minuten Vorsprung vor Judith Corachan (ESP) und Sara Dossena (ITA). Yvonne van Vlerken (NED) wurde Fünfte, Julia Viellehner mit der besten Laufleistung des Tages Siebte, Bianca Steurer (AUT) Achte und die Deutsche Sara Baumann erreichte den zehnten Rang noch vor Natascha Badmann (SUI), die das Ziel auf Platz zwölf erreichte.

Bei den Männern blieb der Sieg in Italien: Giulio Molinari (ITA) sicherte sich vor allem dank einer überlegenen Leistung auf dem Rad den Sieg vor dem Österreicherer Thomas Steger, der ebenfalls mit einer starken Leistung auf dem Rad und einem guten Halbmarathonlauf überzeugte - beim Schwimmen hatte Steger zuvor allerdings rund zwei Minuten auf Molinari verloren. Dritter wurde mit dem in 1:15:20 Stunden schnellsten Lauf des Tages Stefan Schmid eine Minute hinter dem Österreicher Steger. Lukas Krämer erreichte in Rimini den sechsten Platz vor Per Bittner (8.). Einen schwarzen Tag erwischte Andreas Böcherer: Der Freiburger verpasste beim Schwimmen die Spitzengruppe und fand sein Rad beim ersten Wechsel mit einem Platten vor. Das habe ihn rund zehn Minuten gekostet - und beim Versuch, die aufzuholen, übernahm sich Böcherer, sodass er beim Laufen "platzte". Er lief hinter Marcus Wollner (12.) und Fabian Rahn (13.) und vor Luca Heerdt (15.) auf Rang 14 ins Ziel.

Pereira überlegen, Vanessa Fernandes holt Silber

Auch ein anderer Andreas hatte sich von diesem Wettkampf-Sonntag mehr erhofft: Andreas Dreitz sagte seinen Start bei der Challenge Lissabon kurzfristig ab, weil er in den Tagen vor dem Rennen zu große Probleme mit dem Verdauungstrakt gehabt habe. In seiner Abwesenheit war es der portugiesische Kurzdistanz-Spezialist Joao Pereira, der dem Rennen in der Landeshauptstadt seinen Stempel aufdrückte: Mit einem schnellen Halbmarathon entschied der Portugiese den Wettkampf deutlich vor Christian Kemp (AUS) für sich. Der Australier auf dem zweiten Rang musste dagegen kämpfen - denn nur wenige Sekunden hinter ihm lief Patrick Dirksmeier als bester Deutscher über die Linie und verwies wiederum nur um wenige Sekunden den Portugiesen Bruno Pais auf den vierten Rang. Das Rennen der Frauen gewann die Britin Lucy Charles mit sechseinhalb Minuten Vorsprung vor der Olympia-Silbermedaillengewinnerin von 2008, Vanessa Fernandes (POR). Dritte wurde die Dänin Line Thams, Anna-Lena Pohl erreichte als beste Deutsche den achten Rang fünf Minuten hinter Michelle Vesterby (DEN), die nur Siebte wurde.