Birthwistle drückt, Murray siegt erneut

Richard Murray dreht auf: Mit einer smarten Vorstellung hat der Südafrikaner auch den zweiten Wettkampftag der Super League gewonnen. Javier Gomez setzte erstmals Akzente.

Von > | 18. März 2017 | Aus: SZENE

Foto >Delly Carr

Das Rennformat des zweiten Wettkampftages der Super League war für die Profitriathleten erneut ungewohnt: Am frühen Morgen absolvierten die Athleten ein profiliertes Sechs-Kilometer-Zeitfahren. Mit den Abständen, die sich daraus ergaben, starteten sie am Nachmittag bei erneut heißen und schwülen Bedingungen auf Hamilton Island (Queensland / AUS) in ein "Swim-Run-Swim-Bike-Run"-Rennen, mit Distanzen von jeweils 300 Meter Schwimmen, 6 Kilometer Radfahren und 2 Kilometer Laufen.

Australier machen Druck

Beim Zeitfahren setzte sich der Amerikaner Cameron Dye in Szene. Zusammen mit Jake Birthwistle und Ryan Fisher (beide AUS), die ähnlich schnell fuhren, startete er etwas mehr als zehn Sekunden vor den nächsten Verfolgern ins Schwimmen. Die größten Siegfavoriten um Richard Murray und Javier Gomez lagen rund 20 Sekunden hinter Dye - hatten aber keine Probleme, binnen des ersten Schwimm- und Laufparts wieder den Anschluss zur Spitze herzustellen. So ging es nach den ersten beiden Disziplinen fließend in einem etwas mehr als zehn Mann großen Spitzenfeld in den abschließenden "regulären" Triathlon.

Auch dort gab es zunächst keine wesentlichen Veränderungen: Beim Schwimmen bildete sich durch die Nachführarbeit von Verfolger Richard Varga (SVK) eine anfangs 13 Mann große Spitzengruppe, die auf dem Rad durch Attacken der jungen Australier und auch durch erste Tempoverschärfungen von Javier Gomez (ESP) anschließend etwas ausgedünnt wurde. Alistair Brownlee (GBR) gehörte zu den ersten Opfern dieser Attacken an einer steilen Rampen und musste die Gruppe ziehen lassen. Den Australiern war das aber noch nicht genug: Jake Birtwhistle und Ryan Bailie attackierten weiter und schafften es, sich zusammen von den Konkurrenten zu lösen. Mit zwölf Sekunden Vorsprung wechselten sie nach den sechs Radkilometern auf die abschließenden zwei Laufkilometer.

Murray zieht im Ranking davon

Dort trumpfte aber erneut Richard Murray auf: Wie schon am Vortag hatte sich der Südafrikaner das gesamte Rennen über smart verhalten - sich selten an der Spitze gezeigt, aber stets vorne mitgehalten. Beim Laufen zog Murray beinahe problemlos an den ausgepumpten Australiern vorbei und lief seinem ungefährdeten zweiten Tagessieg vor Jake Birtwhistle und Mario Mola entgegen, wofür er erneut 20 Punkte für das Gesamtranking kassierte. In diesem Ranking führt Murray mit zwei Tagessiegen nun bereits deutlich mit 40 Punkten vor Mario Mola (31 Punkte) und Richard Varga (30). Am Sonntag geht es ab 7.30 Uhr deutscher Zeit dann weiter mit dem "Eliminator". Dabei wird ein normaler Triathlon über die gleichen Distanzen wie in den letzten beiden Tagen dreimal ausgetragen. Nach jeder Runde, zwischen denen es zehn Minuten Pause gibt, werden einige der Langsamsten aus dem Rennen genommen, sodass zehn der insgesamt 24 Sportler an der finalen Runde teilnehmen werden.