Bittner will kanadisches Duell stören

Im vergangenen Jahr machten Lionel Sanders und Brent McMahon den Sieg beim Ironman Arizona unter sich aus. Auch 2016 haben die Kanadier wieder gute Karten - ein Deutscher will ihnen aber dazwischenfunken.

Von > | 17. November 2016 | Aus: SZENE

Foto >Michael Rauschendorfer

Im vergangenen Jahr schenkten sich die beiden Kanadier an der Spitze nichts: Mit drei Minuten Rückstand auf seinen Landsmann in den abschließenden Marathon gestartet, jagte Brent McMahon Lionel Sanders. Doch der gab nicht nach. So rannte das Duo mit fast identischen Laufzeiten von etwa 2:47 Stunden die Ränge eins und zwei ein - wobei Sanders dabei gar unter einer Gesamtzeit von 8 Stunden, McMahon nur knapp darüber blieb. Ein Jahr später treffen sich die beiden Kanadier an gleicher Stelle wieder - und das, obwohl Sanders nach dem Ironman Hawaii noch verkündet hatte, künftig vorerst andere Schwerpunkte setzen zu wollen. Der Kanadier will in den nächsten Monaten eigentlich vor allem auf Mitteldistanz-Training setzen und sich dringend im Schwimmen verbessern: Im vergangenen Jahr verlor er in der Auftaktdisziplin rund sieben Minuten auf McMahon. Den Sieg in Arizona will Sanders aber offensichtlich trotzdem nicht kampflos hergeben.

Deutsches Quintett jagt die Kanadier

Es ist aber nicht nur McMahon, mit dem sich Sanders in Arizona messen muss. Neben den beiden Kanadiern haben auch der Vorjahresdritte TJ Tollakson, Matt Chrabot (beide USA), Joe Gambles, Leon Griffin, Pete Jacobs (alle AUS), Philip Graves (GBR) und Pedro Gomes (POR) gemeldet. Und einige Deutsche. Speziell Per Bittner will für einen versöhnlichen Saisonausklang sorgen und noch einmal vorne angreifen. Auch Nils Frommholds Bruder Jens, Swen Sundberg, Elmar Heger und Patrick Bless haben als Profis für das Rennen gemeldet. Sebastian Kienle, der sich einen Start bei diesem Rennen zunächst offen gehalten hatte, hat sich gegen den Wettkampf und für die Saisonpause entschieden.

Das Profi-Rennen der Frauen wird ohne deutsche Beteiligung über die Bühne gehen - zumindest eine deutschsprachige Athletin ist aber dabei: Ähnlich wie Bittner möchte dessen Lebensgefährtin Yvonne van Vlerken bei ihrem Saisonfinale noch einmal zeigen, dass sie noch nicht zum alten Eisen gehört. In Meredith Kessler, Amanda Stevens, Kelly Williamson (alle USA), Angela Naeth (CAN) und Leanda Cave (GBR) werden aber mehrere hochkarätige Konkurrentinnen erwartet. Auch die Dänin Michelle Vesterby steht auf der Startliste, wird aber wohl erst eine Woche später beim Ironman Cozumel wieder ins Renngeschehen einsteigen.