Bracht greift nach Titel auf Rügen

Bei der dritten Ausgabe des Ironman 70.3 verzichtet Doppelsieger und Lokalmatador Michael Raelert erstmals auf einen Start. Damit geht der Vorjahresdritte Timo Bracht als Favorit ins Rennen, bevor es für den Routinier zur Ironman-WM nach Hawaii geht.

Von > | 9. September 2016 | Aus: SZENE

Challenge Roth 2015 - Laufen - 21

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Nach langer Krankheitspause sieht sich Michael Raelert noch nicht in der nötigen Form, um nach 2014 und 2015 auch in diesem Jahr um den Sieg beim Ironman Rügen kämpfen zu können, weshalb der Rostocker auf einen Start bei seinem Heimrennen verzichtet. Damit wird es bei Deutschlands Insel-Ironman über die Halbdistanz in jedem Fall einen neuen Sieger geben. Top-Favorit auf den Tagessieg ist der Deutsche Timo Bracht. Der mittlerweile schon 41 Jahre alte Routinier wurde 2015 Drittplatzierter hinter Michael Raelert und Horst Reichel. Mit der nötigen Streckenkenntnis geht Bracht am Sonntag nun mit der Startnummer eins an den Start. 

Offener Schlagabtausch um vordere Plätze

Neben Timo Bracht hat jedoch eine Vielzahl anderer starker Athleten gute Chancen auf vorderen Plätze. Ironman-70.3-Europameister Andreas Dreitz steht zwar auf der Startliste, jedoch ist unklar, ob er eine Woche nach der Ironman-70.3-WM am vergangenen Wochenende wirklich auf Rügen starten wird oder das Rennen für ihn nur eine Art "Plan B" war. Mitfavoriten auf die vorderen Plätze sind allerdings Johann Ackermann, Fabian Rahn, Markus Fachbach und Konstantin Bachor. Auch der Schweizer Mauro Bärtsch ist wieder mit von der Partie, nachdem er bereits 2015 auf dem fünften Platz landete. Der Deutsche Markus Herbst landete 2014, als die Premiere als Duathlon ausgetragen wurde, auf dem vierten Platz und kehrt zwei Jahre später zurück auf die Insel. Auch seine Teamkollegen Alexander Schilling, der sich nach dem elften Gesamtplatz beim Ironman-Debüt in Frankfurt nun auf den Ironman Barcelona vorbereitet, und Marcus Wöllner sind Kandidaten für Top-Fünf-Platzierungen. 

Dreikampf im Frauenfeld erwartet

Im Profifeld der Frauen bahnt sich ein Dreikampf um den Sieg an. Vorjahressiegerin Natascha Schmitt verzichtet nach der Ironman-70.3-WM am vergangenen Wochenende auf einen erneuten Start, ebenso wie die Niederländerin Yvonne van Vlerken, die sich in Boulder auf die Ironman-WM in Kailua-Kona vorbereitet. Die beiden deutschen Athletinnen Daniela Sämmler und Diana Riesler sind hingegen bei der diesjährigen Auflage dabei und Kandidaten für den Tagessieg. Komplettiert wird das Favoriten-Trio durch die Dänin Tine Holst, die zuletzt Zweite beim Ironman 70.3 Zell am See vor zwei Wochen wurde. Auch die beiden Deutschen Nicole Woysch und Carolin Lehrieder können sich Chancen auf vordere Platzierungen ausrechnen.