Brownlee-Comeback gegen Mola, Murray und Gomez

Beim sechsten Rennen der World Triathlon Series kehrt Jonathan Brownlee ins Renngeschehen zurück - und bekommt es mit topfitter Konkurrenz zu tun. Beide Eliterennen in Kanada finden ohne deutsche Beteiligung statt.

Von > | 27. Juli 2017 | Aus: SZENE

Enges Rennen: Auch in Edmonton könnte es am Wochenende zu einer knappen Entscheidung zwischen Jonathan Brownlee, Javier Gomez, Richard Murray, Joao Pereira und Mario Mola kommen.

Enges Rennen: Auch in Edmonton könnte es am Wochenende zu einer knappen Entscheidung zwischen Jonathan Brownlee, Javier Gomez, Richard Murray, Joao Pereira und Mario Mola kommen.

Foto >Janos Schmidt / triathlon.org

Zum sechsten von insgesamt neun Wettkämpfen der World Triathlon Series 2017 macht die Rennserie in Edmonton Halt. Erneut werden sich die Profis dabei über die Sprintdistanz miteinander messen. Für reichlich Spannung ist gesorgt: Jonathan Brownlee ließ das Rennen in Hamburg vor zwei Wochen aus, steht in Edmonton aber wieder an der Startlinie. Der Brite ist gleichzeitig der Vorjahressieger, entschied das Rennen 2016 mit 17 Sekunden Vorsprung auf Mario Mola für sich. Dritter im vergangenen Jahr wurde der Südafrikaner Richard Murray. Beide sind auch am Samstag wieder mit von der Partie und dürften erneut als Siegesanwärter gelten. Der Spanier Mario Mola dürfte dabei wohl die Rolle des Top-Favoriten einnehmen, nachdem er bereits drei Rennen der WTS in diesem Jahr gewann und sich in Hamburg zuletzt mit einer unglaublichen Laufzeit von 14:01 Minuten den Sieg über die Sprintdistanz sicherte. Traditionell gilt Mola auf der kürzeren Strecke als etwas stärker, obwohl er 2017 in Yokohama auch schon über die olympische Distanz gewinnen konnte.

Doch nicht nur Brownlee und Murray wollen Mola auf seinem Weg zum vierten Sieg einen Strich durch die Rechnung machen. Der fünffache Kurzdistanz-Weltmeister Javier Gomez ist ebenfalls gemeldet und dürfte Ambitionen auf einen Sieg haben. In Person von Jacob Birtwhistle (AUS), Fernando Alarza (ESP) und Vincent Luis (FRA) kommen drei weitere Athleten dazu, die sich Hoffnungen auf einen Tagessieg machen dürfen. Außerdem gehören der Norweger Kristian Blummenfelt und Pierre Le Corre aus Frankreich zu den Podiumskandidaten. Deutsche Athleten werden am Samstag nicht ins Rennen gehen. Start des Männerrennens ist am Samstag um 22:50 Uhr (CEST).

Duffy erneut in Favoritenrolle

Bei den Frauen geht Flora Duffy (BER) als klare Favoritin ins Rennen. Die amtierende WTS-Siegerin hatte im Frühjahr mit einer Verletzung zu tun, präsentierte sich beim Rennen in Hamburg aber wieder in herausragender Form. Auf dem Rad fuhr die Athletin von den Bermudas dem kompletten Feld davon und ging mit großem Vorsprung auf die Laufstrecke, wo sie ihre Führungsposition kontrolliert ins Ziel brachte. "Meine Laufform ist noch nicht ganz da, wo sie sein sollte. Deshalb muss ich mein Glück wohl auf dem Rad versuchen", sagte Duffy vor dem Rennen in Hamburg. Einen ähnlichen Plan könnte sie auch für den Wettkampf in Edmonton haben. Duffy große Herausforderinnen sind die Gesamtführende Katie Zaferes (USA), Kirsten Kasper (USA), Taylor Spivey (USA) und Rachel Klamer (NED). Andrea Hewitt (NZT) und Ashley Gentle (AUS) verzichten in Edmonton auf einen Start. Auch im Frauenrennen sind keine deutschen Athletinnen mit von der Partie. Start ist am Samstagabend um 20:50 Uhr (CEST).

Kann Flora Duffy nach ihrem Sieg in Hamburg auch in Edmonton triumphieren?

Kann Flora Duffy nach ihrem Sieg in Hamburg auch in Edmonton triumphieren?

Foto >Kevin Mackinnon