Buschhütten erneut Doppel-Meister, Angert gewinnt in Ladenburg

Florian Angert hat den Römerman in Ladenburg gewonnen und ist auf dem bestem Wege, seinen Titel im "Rhein-Neckar-Cup" zu verteidigen. In der Bundesliga gelang eine solche Titelverteidigung den Teams aus Buschhütten an diesem Wochenende.

Von > | 26. Juli 2016 | Aus: SZENE

Florian Angert | Florian Angert gewinnt den Römerman in Ladenburg

Florian Angert gewinnt den Römerman in Ladenburg

Foto >www.rhein-neckar-picture.de

Lupenreiner Start-Ziel-Sieg für Florian Angert: Rund eine Minute Vorsprung legte der Weinheimer Schwimmspezialist, der im hessischen Gießen studiert, beim über die olympische Distanz ausgetragenen Römerman in Ladenburg bereits während der Auftaktdisziplin zwischen sich und die nächsten Verfolger und vergrößerte diesen Vorsprung im weiteren Verlauf des Rennens nur noch. Bis um fast zwei Minuten löste er sich auf der Radstrecke von den schnellsten Konkurrenten und verteidigte dieses Polster beim Laufen anschließend nicht nur, sondern baute es noch auf rund vier Minuten auf den Zweitplatzierten aus, dem ein Fauxpas passierte: Markus Rolli vom Team Dietrich jubelte schon über seinen zweiten Rang und sprang über ein Absperrband ins Ziel, obwohl er eigentlich noch eine Stadionrunde zu absolvieren hatte. Nachdem Rolli über seinen Fehler aufgeklärt worden war, lief er noch eine schnelle Schlussrunde und sicherte sich 30 Sekunden vor Paul Schuster den zweiten Platz. Das Rennen der Frauen gewann dank einer starken Leistung auf dem Rad Die Lena Berlinger aus Mengen vor Nina Kuhn und Katharina Wolff. In der Serienwertung des "Rhein-Neckar-Cups" hat Angert, der in Ladenburg nach dem Rennen in Mußbach bereits sein zweites Serienrennen dieser Saison gewann, nun beste Chancen, seinen Vorjahreserfolg zu wiederholen. Auf Seite der Frauen gilt Lena Berlinger als Favoritin auf den Sieg im Cup, dessen dritte Station am kommenden Wochenende in Heidelberg ruft.

Buschhütten sichert den Doppelsieg

Schon geglückt ist die Titelverteidigung den Deutschen Meistern aus Buschhütten: Beim Bundesliga-Finale in Tübingen gewann im Frauenrennen zwar das Stadtwerke-Team Witten, mit dem zweiten Rang im Tagesklassement konnte das EJOT-Team aus dem Siegerland aber den Titel auf Frauenseite gegen die Herausforderer aus Lemgo absichern und sich zum vierten Mal in Folge zum Deutschen Mannschaftsmeister krönen. In der Einzelwertung der Rennen, die über die Sprintdistanz ausgetragen wurden, gewann die für Buschhütten startende Britin Jodie Stimpson vor Lisa Norden (SWE) und Charlotte McShane (AUS). Im Männerrennen triumphierte der Schweizer Sven Riederer im Zielsprint über Steffen Justus - weil beide im Buschhüttener Trikot starten, durfte sich aber auch der Deutsche im Anschluss über einen erneuten Tagessieg seines Teams und damit einen weiteren Bundesliga-Titel freuen. Dritter wurde im Einzel-Tagesklassement der Spanier David Castro vom MRRC München.

Jackson beim Ironman Lake Placid Gesamt-Zweite

Mitunter etwas einsam dürfte sich der US-Amerikaner Andy Potts in Kanada gefühlt haben: Beim dortigen Ironman setze er sich schon beim Schwimmen um fast drei Minuten von seinen schnellsten Verfolgern ab und baute diesen Vorsprung auf dem Rad noch aus: Bis auf über zwölf Minuten löste sich Potts bis zum zweiten Wechsel vom Portugiesen Pedro Gomes, der dem US-Amerikaner folgte. Beim Laufen konnte es Potts daher verhalten angehen lassen und lief mit einem Marathon über 2:58:19 Stunden zum Sieg vor Pedro Gomes und dem Kanadier Trevor Wurtele. Für weibliche Profis gab es im Rahmen des kanadischen Ironman kein Rennen - dafür aber beim Ironman Lake Placid, wo keine männlichen Profi-Athleten zugelassen waren. So beendete die US-Amerikanerin Heather Jackson das Rennen zweieinhalb Minuten hinter ihrem Landsmann Ryan Giuliano in 9:09:42 Stunden als Gesamt-Zweite und entschied die Frauenwertung deutlich für sich. Zweite wurde mit 36 Minuten Rückstand auf Jackson die Südafrikanerin Annah Watkinson vor der US-Amerikanerin Alicia Kaye.